ii 8 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
werden? Philipp verdankte ihm die Wieder-Umterwerfung der Belgischen Provinzen;vielleicht war aber eben diese gänzliche Trennungdas größte Glück für die Sache. Das Bedürfnißfremder Hülfe, woran man noch immer dieIdee von fremder Oberherrschaft knüpfte,war noch nie so dringend; und indem diese fremdeHülfe wirklich jetzt bald nachdrücklicher geleistet wur-de, ward eben dadurch der politische Wirkungskreisder Jnsurrection um vieles erweitert; aber um ausihr eine Republik hervorgehen zu machen, mußte erstein neuer Schlag auch neud'ÄedAHÄffe erzeugen.
Statthalterschaft Alerander's von Parma, i. Oct.1578 bis 2. Dec. 1592. Rückkehr der Wallonischen Provin-zen unter Spanische Herrschaft durch den Vergleich vom21. May 1579. — Allmählige Unterwerfung der übrigendurch die Einnahme der Städte, bis zur Eroberungvon Antwerpen, 17. Aug. 1585. — Dagegen von denvereinten Provinzen Uebertragung der konstitutio-nellen Oberherrschaft an Aen Herzog Franz von An-jou, 1581 — 1583, und nun erst gänzliche Lossagung vonSpanien, 26. Iul. 1581. Allein nur ein größerer Mann,als der Prinz von Oranien selber war, hatte sich da-mals noch neben ihm als Oberherr geltend machen kön-nen. — Abgang des Herzogs von Anjou, Jun. 1583.
16. Ermordung des Prinzen, als erder Gelingung seines lange vorbereiteten Plans,selber von den Ständen zum Grafen (konstitutio-nellen Oberherrn) von Holland und Zeeland er-nannt