r§2 I. Per. I. Th. Gesch. d. südl. Eur. Staatensyst.
lassungen gemacht, die, wenn sie gediehen, alsAckerbau-Colonien einen ganz andern Charakter amnehmen mußten als die übrigen, an der Küste vonNordamerika. Die großen Hindernisse, welchedie Wildheit des Lokals und der Einwohner in denWeg legten, konnten hier nur durch eine beharrli-che Thätigkeit überwunden werden; aber ist es nichtauch diese, welche eben den Grund zu Gebäudenfür Jahrhunderte legt?
Erste, wiewohl mißlungene, Versuche, in der Hoff-nung, goldreiche Lander zu finden, unter Elisabeth seit1578, besonders durch Raleigh 1583 und IZ 87 . Abererst unter Jacob i., seit dem Frieden mit Spanien,Entstehen privilegirter Gesellschaften zu diesem Zweck. DieLondon- und die Plymouth-Compagnie, privilegirt1606; jene für die südliche Halste der Küste (Virgi-nien 34—410 N. B), diese für die nördliche (N.England 42 — 450). Aber nur Virginien gedieh einiger-maßen. Anlage von James-town, der ersten Stadt,an der Chesapeak Bay 1607. Anbau des Tabacks inVirginien, aber auch Einführung der Neger, seit 1616. —Besetzung der Bermudas-Inseln durch die LondonerGesellschaft 1612. Doch mochte unter dem Druck der Compa-gnie die Niederlassung wenig gedeihen. Aber die Kolonistenbrachten Sinn für freye Verfassung mit. Schon 1619 ersteHenvral sllsmbl)- und neue Constitution, der des Mut-terlandes ähnlich. Streit des Königs mit der Compagnie,und ihre Aufhebung 1624. Auch das Aufblühen der Fische-reyen von N. Foundland stand mit diesen Unterneh-mungen in Verbindung; der Grönländische Wallfisch-fang wurde bereits seit 1600 mit dem größten Erfolgevon den Engländern getrieben.
W. ko-