O.i.Gesch.d.ZOjähr.Kriegs r6r8--r648. 17t
ern eindrang, ward Maximilian i. zu einem Waffenstillstandszu Ulm 14. März 1647. genöthigt, dessen Brechung jedochim Sept. 1647. einen neuen vereinten Einfall mit furchtba-ren Verwüstungen 1648. nach sich zog; wahrend die Schwe-den in Böhmen unter Pfalzgraf Carl Gustav und Kö-nigs mark selbst Prag einnahmen, wodurch der Friedenicht wenig befördert wurde.
19. Die so verwickelten Verhältnisse mehrererHauptmächte gaben dem Congreß nothwendig einenUmfang, wodurch er schon an und für sich eineneue Erscheinung in Europa war. Oestreich warrnit Schweden und mehreren der protestantischenStände, Schweden mit Oestreich, Bayern undSachsen, Frankreich mit Oestreich und seinen Ver-bündeten so wie mit Spanien', Spanien mit Frank-reich, mit Portugal und mit den Niederlanden im ^48Kriege. Nur der Spanisch-Niederländische Jan.(s. unten) und der Deutsche Krieg wurdenLurch diesen Congreß beendigt; nicht der Französisch-Spanische, der erst nach n.Jahren (s. unten)seine Endschaft erreichte; auch nicht der zwischenSpanien und Portugal. Der Deutsche Friedeward zu Münster zwischen dem Kayser und Frank- Oct.reich, zu Osnabrück zwischen dem Kayser undSchweden unterhandelt; beyde Friedensschlüsse je-doch, nach ausdrücklicher Uebereinkunft, als EinFriede, der den Nahmen des Westphälischenträgt, angesehen.
Wie