z. Gesch. d. Colonialwesens 1700-1740. 365
reichliche Ausbeute an Gold, das aber meist Eng-land zu Gute kam; und durch die Ausftnoung desReichthums an Diamanten, der eigene Veran-17z»stalrungen erforderte, wenn diese Waare ihren Preisbehalten sollte. Wie theuer aber waren diese Schätzeerkauft, wenn dadurch die Cultur des Bodens solltezurückgesetzt seyn? — Die immer größer werdende 'Ausfuhr der Products, des Zuckers, der Baum-wolle, der Färbehölzer rc., scheint doch aber dasGegentheil zu beweisen.
Der Durst uach Gold trieb die Panlisten, (in diesemZeitraum theils durch Gewalt theils durch Milde zum Ge-horsam gebracht,) immer tiefer ins Innere; und die Pro-vinzen Matto grosso und Gojaz lohnten durch reicheAusbeute. Aufblühen der Städte im Innern: Villaricea, Villa boa, Villa do Principe rc., beson-ders seit dem Utrechter Frieden. Vor Allen Aufblühe»von Mio Janeiro, (trotz des Ueberfalls und der Brand-schatzung durch vu^us irouin i?n) als Stapelplatz desGoldes, das Hauptstadt wird. Das Fünftheil der Kronewird auf jährlich 25 Millionen Crusaden berechnet. Cul-tur und Handel gewannen; indem die Reichgewordene»ihre Capitale darauf verwandten.
20. Auch Dänemark erhielt sich in der Rei-he der Colonialstaaten, da es in Ostindien Tran-quebar behielt, dessen Besitz durch die daselbst ge-stifteten Evangelischen Missionen noch erhöht 1705ward; und auch in Westindien sich Besitzungenzu verschaffen wußte. Auch in Schweden ward
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