i. Staatshändel in Europa, c. 176z -1786. 4^7
man dachte auf ähnliche Schritte in Italien. Aberbald ward Deutschland, und in Deutschland Bay-ern, das Ziel; denn es lag am gelegensten; undgerade das verderblichste Project wurzelte am tief-sten. Das bevorstehende Aussterben der Churlinieschien eine erwünschte Gelegenheit darzubieten; undes war gelungen, noch ehe dieser Fall wirklich ein-trat, den Nachfolger zu gewinnen; und ihn dem-nächst zu einem Vergleich zu bringen. Die schnelleOccupalion war aber fast noch empörender als derVergleich selbst.
Aussterben der Bayerschen Churlinie mit Churfürst Ma-ximilian Joseph 30. Dee. 1777; und Succession vonCarl Theodor, Churfürst von der Pfalz, als Hauptder alteren Wittelsbachifchen Linie. Aber bereits z. Jan.1778 Vergleich mit ihm zu Wien; und Besetzung vonganz Niederbayern durch Oestreichische Truppen.
Zi. Wie gewagt auch die^ Schritte waren,so schien die Lage Europas sie doch zu begünstigen.Frankreich, seit des Thronfolgers Heyrath mit Ma-ria Ankomme, jeßt auch durch Familienbande anOestreich geknüpft, ohne Ansehen auf dem Conti-nent, stürzte sich so eben, America zu Gefallen,in einen Seekrieg; das Ziel der Russischen Politikwaren Vergrößerungen auf Kosten der Türken; undein Krieg war hier fast mehr als wahrscheinlich.Von England, im Colonialkriege begriffen, konnte
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