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Die Wiederbelebung des classischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus / von Georg Voigt
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IV. Basini.

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Wohl 1449 kam Basinio Basini nach Rimjni, fortan dieZierde dieses Musenhoses, einer der fruchtbarsten und begabtestenDichter jener Zeit, nur daß seine Entwickelung und sein Ruhm durchden kleinen Hoskreis eingeengt wurden, in welchem er sein Leben zu-brachte.') Seine humanistische Schulung war die sorgfältigste undbeste gewesen, die damals möglich war. Er ging aus dem HauseVittorino's hervor, den er einen zweiten Sokrates nennt und dem erdie freudigste Dankbarkeit wahrte?) Dann aber hatte er sich in Fer-rara unter der Leitung des Theodoros Gaza auch im Griechischentüchtig ausgebildet. Von Jugend an nicht auf die erlernbaren Künsteder Stilistik und Rhetorik, sondern ganz unö gar auf die Poesie ge-richtet, ist er vielleicht seit vielen Jahrhunderten der erste Abendländer,dem die volle Hoheit des Homero's wirklich in die Seele geleuchtet,der ihn mit leidenschaftlicher Hingebung in sich aufnahm, sich nachihm bildete, ihm zu folgen strebte. Seine Handschriften der home-rischen Gesänge blieben ihm so theuer, daß er sie noch kurz vor seinemTode im Testament als den besten Schatz, den er besessen, dem Fürstenvermachte, dem er alles verdankte?) Er war des Griechischen somächtig, daß er mit Filelfo Hexameter in dieser Sprache austauschenkonnte"), er hat in jungen Jahren auch als lyrischer, bukolischer undsatirischer Dichter sich vielfach versucht. Aber sein Ideal blieb immer

') Seine Hauptwerke erschienen in sorgfältiger Ausgabe unter dem Titel: La-8inii Tarmsnsis poetas Opera pras8tantiora nune primum säita st opportuneoowmsniariw illrwtrata (die Texte von Lorsnro Orncll) T. I (Texte). T. II. ?. I.II. -triinini 1794. 1'. II k. I enthält ^kkö dlotirrs intorno la vita s Is opsrs äiLasinio Lasini und des Conte rlnxelo 8atia§Iini Oeila «orte Istieraria äi8i§ismonäo Taneiolko Nalaissta Oommentario, worin mit großer Weitläufigkeit,aber auch mit liebevoller Solidität alles besprochen ist, was an Malatesta's Hofemit Kunst und Literatur irgend zusammenhängt. Dagegen Bafini's Lider Isottasusfindet man nur in dem bei uns seltenen Buche, das ich der Münchener Hofbibliothckverdanke: Trium postarum slsssaniissimorum, ?oreelii, Lasinii, et Trabantopuaonia, nuno primum asclita. karisiis 1539.

2) Er sagt in der epist. a<I btteolauin V bei rlllö p. 6 :

8sä postguam 8anotu8 amicolleoopit teeto ms Vietorinus, ibi omnisNrwtivitas rapiäos nobis sklluxit in surns.

(juoä 8i lauäis dadsnt aliguiä msa carmina, ab ilioTonis midi et tluviis ma§ni cleüuxit Howsri.

Filelfo's griechisches Gedicht an ihn bei Lluoeioli Oatal. coää. w8. Lla-laiest. Lesen. bibl. T. II p. 153.