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Die Wiederbelebung des classischen Alterthums oder das erste Jahrhundert des Humanismus / von Georg Voigt
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V. llebersetzungen des Homeros.

hatte in jungen Jahren die Batrachomyomachie in glücklichen Hexa-metern und mit großer Frische übertragen, und schon damals hatteihn der Sicilier Marrasio, dem er sie widmete, dringend ermähnt,nun auch die Jlias, deren Wiedergabe selbst die alten römischenDichter sich nicht zugetraut, in Tuscien heimisch zu machen und damitden höchsten Ruhm zu erwerben'). Auch hier bezeugen die vielfachenAbschriften, wie beliebt jenes Werkchen wurde und wie natürlich sichdie Hoffnung des Papstes auf ihn richtete, seinen Freund von Florenzher, den er ja auch seinen Sekretär nannte. Marsuppini ergriff denAuftrag mit jugendlicher Freude, obwohl auch er die Vermessenheiterkannte, mit dem göttlichen Sänger wetteifern zu wollen. Er über-trug den ersten Gesang der Jlias und jene Reden aus dem neunten,die Bruni nur in Prosa wiederzugeben gewagt. Als er seine Arbeit,die in der That seinem Dichternamen neue Ehre eintrug, mit einemlangen Widmungsgedichte dem Papste zusandte, war dieser überraschtund in vollem Feuer. Er ließ dem Dichter seine Bewunderung ans-prechen, wie er die homerischen Verse so treu übertragen, ihre An-muth wie ihre Majestät so glücklich nachgebildet. Da er aber währendder amtlichen Beschäftiguncffn unmöglich die Muße finden könne, diezu einer solchen Arbeit nöthig, möge er nach Rom kommen. Hiersolle er so gestellt werden, daß er, ohne für etwas anderes sorgenzu dürfen, nur für diese Uebersetzung leben könne. Poggio mußte

In der poetischen Epistel an Nicolaus V (Opp. 1. II ?. I p. 13. 14) nimmt eideutlich Bezug auf des Papstes Verlangen:

Lluners guipps tuo ost spss aädita vatibus ownis,

Lt tibi cum plaesant Araias nostraeguo eawoenao,

Hand indi^na putsm, si ins guogus partibus istis4ddidsrim.

lorsitan iil rogites guid non sZo verlor« maxnumLlosonium azZrsdiar? Converters nunguamLxperiar maZni memorabils carmsn Ilomsri.klsraguo si verlas vidsantur rustiea vel nonOi^na satis.

') Die Verse des Marrasius Siculns an Carl« in den darmiua iil.poetaimm Itai. 1. VI p. 255. Ich citire nur einige:

M postgrraw elognio cantasti psrva rotunciowFßredore aetsrnam ts precor Iliadsm.

1s petit itls labor, tibi ^loria summa relicta ost,

8itguo bumeris validis sarcina Zrata tnis.

Man findet die Verse noch einmal bei Vinconr.o <Ii diovanni lilolo^ia s üstts-ratura Lieiliana. dluovi sturli (vot. III), I'alsrmo 1879, p. 239.