V. Agliotti.
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heit einen Esel nannte. Er ahnte nicht, daß Poggio und Brunitrotz kleinen Dissensen immer Freunde geblieben. Als Bruni dashinterbracht worden, leugnete er wieder in erbärmlichster Weise ab,daß die hämischen Worte ihm gelten sollen, rühmte sich seines „un-schuldigsten Lebens" und daß er niemand mit einem Worte verletze,wollte nun immer der Lobredner Bruni's gewesen sein und bleibenst.Und wirklich, als er 1442 in einer Fastenrede vor dem Klerus vonFlorenz gegen die Heuchler loszog, berief er sich auf die bekannteJnvective, die sein „hochberedter" Landsmann Bruni gegen sie los-- gelassen °). Wie aber Poggio über jenen Vorfall dachte, sehen wirdaraus, daß er ihn Bruni nicht verheimlichte, auch aus der Rolle,die er dem Bruder Agliotti in seinem Dialoge gegen die Heuchleranwies. Doch brach er die Verbindung mit ihm nicht gänzlich ab.Auch später noch verehrte Agliotti seine „Unsterblichkeit", um ihnzum Betriebe seiner Geschäfte am römischen Hose zu gebrauchen st.
Agliotti war einmal keine Mönchsnatur, so sehr er sich abmühte,für das heilige Leben der klösterlichen Frömmigkeit zu schwärmen undsich in studirten Worten mit der Demuth des kriechenden Wurmes zubewegen. Darum hält er es selbst immer für nöthig, seine mönchi-sche Einfalt und Niedrigkeit erst zu demonstriren und zu versichern st.Aber er hat einmal vom Baum einer anderen Erkenntniß gekostet,von dem kein Weg mehr zur Unschuld zurückführte. Wie er sich auchdreht, unter dem weißen Ordensgewande kommt immer der „Rednerund Dichter" zum Vorschein. Er setzt auch, wo es irgend angebrachtist, auf diese Qualität seine besten Hoffnungen. Er hat außer mitTraversari und Poggio auch mit Marsuppini und Leone BattistaAlberti Verbindungen angeknüpft, mit Gregorio Corraro und Biondo,mit seinen Landsmännern Benedetto Accolti und Tortello, mit Leo-nardo Dati und Maffeo Vegio.
Dabei trug sich Agliotti mit allerlei schriftstellerischen Plänen,
b Lpist. 1,15. 16: tun8 8um, tuai'um lanäum st ornawentornm praseo
st bueeinator ox8titi, 8empsrgus äs8läsro bore. S. oben S. 27.
2) Die Rede Opp. 1. II p. 293.b) x^ist. IV, 5. 8.
So in dem sonderbaren Brief an den Camaldulensergeneral Gomez (spmt.1,20), in welchem er in naivster Weise die Schönheit seiner eigenen Seele lobtund behauptet, von sich selbst so unbefangen sprechen zu können, wie von irgendjemand sonst. 8um oniiu apertiorm liberalmgue naturao, nt gui irikil knoatum,nitrli siwulstum rsoipiam sto.