4. Zum deutsche Lelletnstru unter Friedrichs rheinsbergerFreunden.
..Trug' ihn, den guten, weisen, edlen Stiüe!"
Glcim.
Unler Friedrichs rheinsberger Freunden finden sich in derThat wenigstens zwei. welche der deutschen National-Literaturnicht fern stehen Es sind Stille und Bielefeld. Sie schreibenebensowohl deutsch als französisch. Das ist freilich gerade cha-rakteristisch für eine Uebergangszeit. in der Friedrich wohl nochfür die deutsche Literatur hätte gewonnen werden können. Aberdie beiden Männer waren damals selbst noch nicht für die deutscheLiteratur erwärmt. Bielefeld las nachher alle Gedichte durch, dieauf Friedrichs Thronbesteigung gemacht wurden. Es gefiel ihmkeins darunter als das von Voltaire. Das konnte dein Königenicht unbekannt bleiben und war verbängnißvoll für die deutscheLiteratur.
Herr von Bielefeld war ein reicher Hamburger Kaufmanns-fohn. Er hatte nicht eigentlich studirt, aber sich durch seinen Um-gang und seine Reisen ungemein viel Weltkenntniß erworben.Sein Vermögen erleichterte ihm den Eintritt in den Kreis desKronprinzen Friedrich. Vorgestellt war er dem Kronprinzen fastin demselben Augenblicke, in. welchem dieser den Wunsch aus-gesprochen hatte. Freimaurer zu werden. Bei Friedrichs Auf-nahme in diesen Bund zu Braunschweig war er besonders thätig.