IV.
Schröder ging vom Wiener Gastspiele nach Paris und be-obachtete dort eine Zeit lang das französische Theater. Dannkehrte er nach Hamburg zurück, spielte noch eine Zeit lang undverließ es sammt seiner Frau am 17. Februar 1781. SeineFrau, eine seine, eigenthümliche Natur, war mit ihm engagirtfür das Hof- und Nationaltheater. Am 16. April traten siebeide in der „Agnes Bernauerin" auf und wurden mit einem„Beifall aufgenommen, der sich während ihres ganzen dortigenAufenthaltes nicht verringert hat".
Die Oberdirection bestand damals aus dem Reichsgrafen vonOrsin und Rosenberg, welcher Präsident hieß, und dem Frhrn.v. Kienmaper, welcher Oberdirector hieß.
Es findet sich kein Anzeichen, daß diese obersten Directoreneine besondere Einwirkung ausgeübt hätten, aber auch kein An-zeichen, daß sie störend eingegriffen hätten. In den Mißhellig-keiten, welche zwischen dem Ausschusse und Schröder entstanden,wirkten sie immer beschwichtigend und ausgleichend.
Der Personalbestand war folgender:
Jacquet seit 1760 (mit 1000 fl. Gage). Stephanie derältere seit 1760 (1600 fl. Gage, 130 fl. Regiegeld). Müllerseit 1763 (1600 fl.). Gottlieb seit 1763 (648 fl.). Ste-phanie der jüngere seit 1769 (1400 fl.). Lange seit 1770(1400 fl.). Jauz seit 1772 (800 fl.). Weidmann seit 1773(1200 fl.). Kopfmüller seit 1773 (400 fl.). Bergop-zoomer seit 1774 (1400 fl.). Stierte seit 1777 (300 fl.).Brockmann seit 1778 (1400 fl.). Dauer seit 1770 (1200 fl.).Schütz seit 1780 (1200 fl.). Schröder seit 1781 (2550 fl.).Borchers seit 1781, Lambrecht, Distler, v. Kronstein,und von 1783 an Ziegler, welcher zahlreiche Stücke geschrieben.