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zeugung Schröder's widersprachen. Da Schröder nun aber, wieschon erwähnt, ungemein fruchtbar war, so wirthschaftete diesKriegstreiben immerwährend. Als wirksamste Stücke von denSchröder'schen Arbeiten erwiesen sich: „Das Testament" nachdem „Londoner Verschwender", welches Lustspiel man Shakespearezuschrieb, ferner „Der Fähnrich", dessen Abweisung von demAusschusse damit motivirt worden war, daß kein Schauspielernach Schröder den Harrwitz spielen könnte, wenn Schröder Wienverließe. Ferner „Der Ring". Er ist Farquhar's „Oonstuntooupls" nachgebildet, „hat aber so viele und bedeutende Aende-rungen erfahren, daß er für eigenthümlich gelten kann." Schröderspielte den alten Holm; später war der Graf Klingsberg eineseiner besten Rollen. Ferner „Adelheid von Salisbury" nacheiner Novelle von d'Arnauld. Es machte dies Stück in Wienkein besonderes Glück. „Die Unschuld stirbt" — schreibt Schröderdarüber, — „und das ist den Wienern nicht recht." Er hat esspäter von neuem überarbeitet. Ferner „Stille Wasser sind tief"nach Beaumont und Fletcher's „Üavs s. viks auci ruls a viks".Schröder spielte in Wien den Wiburg, in Hamburg den Wallen.„Beide Rollen gehörten zu seinen ausgezeichneten." — Ferner„Der Vetter von Lissabon", ein Originalstück Schröder's, welchessehr gefiel. Meyer erzählt die Entstehung des Stückes und sagtbei dieser Gelegenheit mit Nachdruck, daß Schröder auch inseinen Bearbeitungen immer seine Originalität habe walten lassen.„Zufällige, oft sehr auffallende Ähnlichkeit einzelner Auftritte,Charaktere oder Verwickelungen" — setzte er hinzu — „wirdbei dem unübersehlichen Schauspielvorrath der Vorzeit keinspäterer Schriftsteller vermeiden, wenn er sich nicht der Unnaturoder Ungereimtheit hingeben will; und wer weiß, ob selbst als-dann! Was sich in einem menschlichen Gehirn abspiegelt, istschwerlich allen übrigen versagt." Er erwähnt dabei einer„Maria Stuart" von Spieß, welche damals im Nationaltheatermit verdientem Glück gegeben worden sei, und bedauert, daßdies Stück wahrscheinlich unbekannt geblieben. Den Zug derMutterliebe in der Königin Maria, welchen Spieß benutzt, hättesich sonst Schiller schwerlich entgehen lassen. „Die ZuneigungMariens gegen Leicester würde dadurch schwerer zu behandelngewesen sein. Aber ohne zu erwähnen, daß auf der anderenSeite auch Leicester's Bedenklichkeit, für die Heldin des Stücks