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Dazu kam, daß Schröder's Frau nicht genug Beschäftigungfand. Diesen Uebelstand reihte er in das Register seiner Un-zufriedenheiten, und ihm mochte er ein starkes Gewicht beilegen,wenn er in häuslicher Stille die Summe zog: Wir versauernhier beide! Du, für welche man es an Aufgaben fehlen läßt,ich, welchen man Tag für Tag ärgert und welchem man Lustund Freiheit verdirbt am Schaffen und Gestalten. Machenwir uns frei! Errichten wir uns in Hamburg selbst wiedereine Bühne, deren Thätigkeit Niemand einengen kann!
Und so sehen wir ihn im Januar 1785 sammt seiner Frauvor Kaiser Joseph stehen, welcher ihnen, sehr gegen seinenWunsch, die Abschieds-Audienz ertheilt. „Ich kann Ihnen meinErstaunen nicht verbergen, lieber Schröder" — sagte der Kaiser,— „daß ein Künstler wie Sie es über sich gewinnen kann, dasempfänglichste Publikum mit dem zu vertauschen, welches alsdas kälteste verrufen ist. Dagegen sollten doch Familienrück-sichten nicht aufkommen! Sie sind Hamburg zwei Mal satt ge-worden, ich sage Ihnen vorher, Sie werden es auch zum drittenMal aufgeben. Dann wenden Sie sich an Niemand als an mich!"
Laube, Burgtheater. 2. Ausl.
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