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waren. Namentlich die Schiller'schen Stücke, welche auf dieseWeise wohlfeil und schon darum zahlreich in Circulation kameninnerhalb des österreichischen Kaisertums. Das hat wohl früh-zeitig beigetragen zu der unermeßlichen Popularität, welcheSchiller in österreichischen Landen genießt. „Don Carlos"wurde 1809 im Sommer und Frühherbste sechs Mal in rascherFolge aus dem Kärnthnerthortheater dargestellt. Am 6. No-vember erst übersiedelte er in's Burgtheater. Hiermit scheintein Anstoß zu Weiterem erfolgt zu sein: 1810 wurde auch„Egmont" zum ersten Mal gegeben und „Die Braut vonMessina", welche nicht aus Censurrücksichten zurückgehalten seinkonnte, sondern wahrscheinlich um ihrer ungewöhnlichen Formwillen.
Nur „Die Jungfrau von Orleans" fand 1802 gleich nachihrem Erscheinen Zutritt. Ihr Inhalt, Vertheidigung desVaterlandes unter wunderbarer Beihülfe, konnte auch vor einerstrengen Censur kein Hinderniß finden.
Sonst macht sich der Hintritt Kaiser Joseph's im Repertoiresehr bald bemerklich. Die ferner liegenden, schwereren Stückeverschwinden allmälig und die leichte Sorte nimmt überhand.Sie hatte nie gefehlt; man liebte immer leichte Unterhaltung,man lachte gern. Außer der heimischen Hausmannskost lustigerSchwanke hatte man nicht nur die französischen Komödien,sondern auch die italienischen reichlich herbeigezogen. Man waraber doch immer auf ein Gegengewicht bedacht gewesen. Dasunterließ man nun. Das Repertoire wird in den neunzigerJahren ersichtlich trivialer. Die Ritterschauspiele, welcheSpieß mit „Clara von Hoheneichen" eingeführt, erscheinen wieHöhepunkte. Jffland's und Kotzebue's Stücke sind die inhalts-vollsten.
Es stammen übrigens Jffland's kernhafteste Stücke aus sehrfrüher Zeit. „Die Jäger", „Die Mündel" wurden schon 1786gegeben, und er war so fruchtbar, daß die Titel mancher Stückevon ihm gar nicht zu uns gekommen sind. Wer weiß davon,daß eine Fortsetzung der „Jäger" unter dem Titel „DasVaterhaus" im Burgtheater gegeben worden! Die ganze Familielebt noch, auch der Pastor und der Schulze. Wer weiß davon,daß der bürgerliche Sittenmaler Jffland sich einmal unter dieTürken verirrt hat? „Achmed und Zenide" von ihm ist am