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Uebrigens erfolgte in diesem Zeitabschnitte die wichtige Ein-richtung, daß die bedeutenderen Mitglieder des Nationaltheatersauf Lebenszeit angestellt und für pensionsfähig erklärt wurden.Dies bewilligte Kaiser Leopold. Kaiser Franz erweiterte dieBewilligung dahin, daß auch die hinterlassenen Wittwen einePension zugesichert erhielten.
Unter den neu engagirten Mitgliedern zeichneten sich Hr. Kornund Demoiselle Adamberger aus. Letztere, eine Tochter der sobegabten Frau Jaquet, hat eine ähnliche Stellung wie späterFrl. Neumann eingenommen; ähnlich in der allgemeinen bürger-lichen Achtung, welche ihrem decenten Wesen entgegen kam, undähnlich in der zierlichen wie correcten Weise ihres Spiels. Nurim Umfange des Faches reichte Frl. Adamberger weiter; siereichte in die Tragödie hinein und spielte die Beatrice in der„Braut von Messina" und das Clärchen in „Egmont". Auchdem auswärtigen Publikuni wurde sie dadurch interessant, daßTheodor Körner ihr seine Liebe widmete und sie als Brautzurückließ, da er in den Freiheitskrieg gegen Napoleon zog. Erwar um 1812 als Theaterdichter am Burgtheater angestelltworden und seine kleinen Dramen „Toni", „Hedwig", „DerVetter aus Bremen" finden sich 1812 und 1813 im Repertoire.Demoiselle Adamberger spielte Toni und Hedwig. Einen be-sonderen Einfluß auf Leitung oder Repertoire des Theatershatte er nicht.
Unter den neuen Stücken dieses Jahrzehnts findet sich nichtsHervorragendes. Eine Fortsetzung des Kotzebue'schen „Menschen-haß und Reue" von Julius Graf von Soden unter dem Titel„Versöhnung und Ruhe" beweist, daß dies auch in's Französischeübertragene Schauspiel Kotzebue's den Zeitgeschmack höchlichinteressirte. Collin trat auf mit seinem „Regulus" und erwarbsich mit seinen historischen Stücken, welche auch vaterländischeStoffe und patriotische Zwecke verherrlichten, eine ungemeineAchtung. Ernsthafte Stücke möchte man sie nennen, bei denender Mangel an voller poetischer Kraft und fließender Spracheverdeckt wurde durch die würdige Absicht, welche überall hervor-strahlte. Collin stand in solcher Geltung, daß ihm nach seinemAbleben eine dramatische Todtenfeier veranstaltet wurde.
In einer Anwandlung von hoher dramatischer Intention setztenian damals auch einen Theil der „Söhne des Thals" von