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Das Burgtheater : ein Beitrag zur deutschen Theater-Geschichte / von Heinrich Laube
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und in ein politisches Amt eingetreten. Er ist für ihre all-gemeine Bildung von Wichtigkeit gewesen.

Von Petersburg ging die Gesellschaft nach Reval. Sophiespielte vorzugsweise naive Rollen und sang in Operetten.

In Reval hatte Kotzebue, der ja aus Rußland zu uns kam,die junge Sophie gesehen, und er hat sie nach Wien empfohlen.Ueber Stettin, wo sie noch eine Zeitlang spielte, ist sie, achtzehnJahre alt, zum erstenmale nach Wien gekommen und hat alsFrau Stollmers die Margarethe in JfflandsHagestolzen" undähnliche Rollen gespielt.

Alles, was ich über diese ihre erste Wiener Zeit gelesen,lautete dahin, daß sie nicht besonders gefallen habe.

Jedenfalls blieb sie kaum ein Jahr in Wien und ging nachBreslau. Immer noch waren naive Rollen und Gesangsrollenihr Fach; namentlich die Hulda imDonauweibchen" spielte undsang sie den Breslauern zu Dank.

Ihre Ehe mit Smets-Stollmers wurde in Breslau aufgelöst,und sie geht 1801 nach Hamburg unter die Direction des be-rühmten Ludwig Schröder. Aber nicht von ihm stammt ihrName, sondern von einem Tenoristen Schröder, welchen sie 1804heirathete. In diese erste Hamburger Zeit nun fällt ihr Ueber-gang zum tragischen Fache. Vielleicht hat die Scheidung vonSmets tiefere Gedanken in ihr geweckt wenigstens wird sieoft melancholisch genannt um jene Zeit, vielleicht hat DirectorSchröder sie darauf hingewiesen. Auch Kotzebue soll schon früherbehauptet haben, daß ihr Talent am stärksten in der Tragödiesein werde kurz, in dem Jahrzehnt von 1803 bis 1813 ent-wickelte sie in Hamburg ihre tragischen Anlagen. Alle damalsentstehenden schönen Schöpfungen Schiller schrieb ja von 1799bis 1805 jedes Jahr eine neue Tragödie brachten ihr wichtigeAufgaben. Als erste tragische Rolle, welche sie gespielt, wirddie Zimmermeisters - Tochter genannt inJulius von Sassen",einem Stücke, das untergegangen ist. Amalie in denRäubern",Louise inCabale und Liebe", Beatrice in derBraut vonMessina", die Jungfrau von Orleans, die Turandot hat siedamals in Hamburg gespielt.

Sie stammt also wohl im Wesentlichen aus LudwigSchröder's Schule, denn wir wissen ja aus dem Meyer'schenLeben Schröder's", wie aufmerksam dieser sich seiner Mit-