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pfindlich, und den Mangel an geistigen Mitteln übersieht manbei talentvoller Jugend. In Laroche erschien ein jüngerer RivalCostenoble's, in Frln. Glep eine Schauspielerin von Geist undBildung. Dazu neben Bauernfeld und Halm Grillparzer mitneuen Schöpfungen, Zedlitz, der sich der Bühne zuwendete, eineeinheimische Produktion mannigfaltigster Art —
Hast alle Theile in der Hand,
Fehlt leider nur das geistige Band!
Das war durchschnitten vom Grafen Czernin.
Bauernfeld entwickelte in dieser Zeit seine erstaunliche Frucht-barkeit. „Das letzte Abenteuer", „Das Liebesprotocoll",„Helene", „Bekenntnisse", „Bürgerlich und Romantisch", „DasTagebuch", „Der Vater" kamen Jahr um Jahr und waren be-rechnet für die zahlreichen Talente des vorhandenen Personals.Man hat dieser Fruchtbarkeit nachgesagt, daß sie sich immer indemselben engen Kreise des actuellen Lebens und immer mitdenselben Mitteln und Wendungen bewege. Aber ist dies einschwer wiegender Vorwurf für den Lustspieldichter? Die Gegen-wart und ihre Eigenschaften sind ja das Feld, welches ihm zu-steht, und er erfüllt seinen Beruf, wenn er gerade dies —wenn auch enge — Feld wirksam bebaut. Bauernfeld hat sogarmehr als ihm gut war Neigung entwickelt, aus der Gegenwartherauszuspringen und namentlich Stoffe und Situationen ausder älteren deutschen Geschichte — „Musikus von Augsburg",„Sickingen", „Bauernkrieg" — zu behandeln. Daniit hat ernie ein Gelingen erreicht; er ist ein durchaus moderner Schrift-steller. Selbst sein in den vierziger Jahren erscheinender„Deutscher Krieger", den er in das Ende des dreißigjährigenKrieges verlegt hat, ist er nicht eine bloße Verkleidung dergegenwärtigen Tendenzen? Hat er nicht lediglich dadurch inWien großen Erfolg gehabt? lind ist er nicht darum jetzt schonzu den Vätern versammelt, weil altes Zeitcostüm und neuesGedankenwesen auf die Länge immer unharmonisch erscheinen?Das einfache Tageslustspiel, Bauernfeld's Facharbeit, besteht, solange der Tag nicht gründlich wechselt in einer neuen Epoche.Damit muß und kann ein Lustspieldichter zufrieden sein. Undwir müssen und können mit den: Lustspieldichter zufrieden sein,wenn auch der Kreis seiner Mittel und Wendungen ein enger