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auf dem wichtigen Posten zu bleiben, so lange ich nur einiger-maßen sördersam wirken könnte.
Unter diesem jungen Geschlechte des Burgtheaters sind schöneTalente und tüchtige Menschen, denen es ehrlich zu thun ist umihre Kunst, und die meiner Thätigkeit bereitwillig entgegenkamen.
Ich habe die Meisten von ihnen schon gelegentlich erwähntund will jetzt am Ende dieser Schilderungen nur in flüchtigerPorträtirung andeuten, daß sie fachmäßig gewählt waren undbereits eine volle Schauspielgesellschaft bildeten, welche dasInstitut auf ihre Schultern nehmen konnte.
Die ältesten von ihnen, Herr Meixner und Herr Baumeister,sind schon 1850 und 1852 eingetreten. Beide vertreten dieheitere Richtung. Herr Meixner in stark ausgesprochen komischerKraft und mit bemerkenswerther Fähigkeit, scharf und consequentzu charakterisiren. Ein gallichtes Temperament treibt ihn wohlleicht zu grellen Farben und zum Hervordrängen aus dem En-semble. Er war der Einzige, welchem das Sprechen in's Pu-blikum statt zu den Mitspielenden nicht völlig abzugewöhnen war.Aber dies ätzende Etwas seiner Natur unterstützte ihn doch auchzur Zeichnung und Färbung von Figuren wie Giboyer, welchemilderen Komikern nicht erreichbar sind. — Herr Baumeisterhat als kopfschüttelnder Liebhaber begonnen und allmälig seineEntwicklung gefunden in fröhlichen Lebemännern und behaglichenCharakteren, welche ein gefälliges Herz haben und gute Laune.Er ist schauspielerisch sehr wohl begabt und schwächt seine an-genehmen Wirkungen nur zuweilen dadurch, daß er wunderlichabkürzt, wo er sich ausbreiten sollte. Sein Talent hat einekurz witzige Neigung zum Aphoristischen.
Ebenfalls seit 1850 ist Herr Joseph Wagner da, welcherüber ein Jahrzehnt lang Liebhaber und junge Helden mit fort-reißender Begeisterung gespielt hat und dann langsam in's Fachder Heldenväter übergeleitet worden ist. Langsam, weil die ihmeigene Gluth tragischer Leidenschaft, so selten in heutiger Zeit!für das ältere Fach nur in großen Scenen, wie die VerzweiflungKönig Lear's, ausströmen kann, sonst aber vorzugsweise ruhigerMotivirung weichen muß. Diese ruhige Motivirung aber wirdden Darstellern heftiger Gefühle immer schwer.
Von 1856 an hat sich ein Kreis junger Talente gesammelt,in welchem Herr Sonnenthal, Herr Lewinsky und Fräulein