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Dies hatte ich nach Kräften gethan, und an diese Thätigkeitwaren Dichter, Schauspieler und Publikum gewöhnt. Das Allesaber ist unter der Würde und wohl auch unter der Fähigkeitdes General-Intendanten. Er leitet nur vom Bureau. Erernennt eiligst einen früheren Schauspieler, der als solcher nochdazu in ungünstiger Wiener Erinnerung steht, zum nominellenDirector, und führt ihn am Leitseile. Die Schauspieler fühlensich solchem Quasi-Director überlegen, und die Herrschaft aufder Scene zerfließt. Die neuen Stücke und neuen Jnscenesetzungenwerden oberflächlich in die äußerlichen Formen geschoben, wie siehergebracht sind bei den meisten Jntendanztheatern, sie kommenzum Vorschein ohne jegliche Signatur und Ausarbeitung, siebleiben wirkungslos für das Publikum, wirken entmuthigend aufdie Schauspieler, welche die maßgebende Leitung vermissen, unddas Ganze taumelt dem Verfalle zu.
Das Jahr vom Herbste 1867 bis zum Herbste 1868 hat dasin einer Schnelligkeit dargethan, welche auch mich überrascht:Die alten Vorstellungen verfielen, die neuen Vorstellungen fielendurch, das alte geschlossene, im Urtheile fein geübte Publikumzog sich zurück, und ein neues, ungestaltes zog ein.
Unter den neuen Stücken war Halm's „Begum Somru"das wichtigste. Es wurde vom Publikum parteiisch ungünstigbehandelt; man ließ den Dichter entgelten, was man dem neuenIntendanten vorwarf: einen unnöthigen und unpopulären Wechselder Direction herbeigeführt zu haben. Die Wiederholungen desStückes, welche der Intendant mit Recht standhaft fortsetzte,haben die Stellung des Stückes wohl einigermaßen verbessert,es ist aber doch zweifelhaft geblieben, ob das Stück einen Platzim Repertoire behaupten könne.
So wird man oft gerade da gestraft, wo man Aufmunterungverdient hätte. Halm hat in „Begum Somru" der blos virtuosenDramatik den Rücken gekehrt, und einen besseren Weg betreten.Der Inhalt ist hier wahrhaft, lebensvoll und wichtig. Auch dieForm, bei Halm stets von anmuthiger Vollendung, geberdet sichnicht despotisch und verläßt die Linien nirgends, welche dasWesen des Inhalts sachgemäß vorschreibt.
Eine indische Fürstin (Begum) hat in diesem Stücke einLiebesverhältniß mit dem Engländer Dpce, und wird von ihmbetrogen. Der ganze Apparat englischer Annexionen in Indien
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