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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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107
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.Graf Mirabeau's Vergangenheit.

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-Niederlage der ersten, der Sturz des Ministeriums Brienne unddie' Verheißung der Reichsstäude auf den Anfang des nächsten Jah-res. Damals schrieb Mirabeau jenen Brief, worin er sich ver-antwortet wegen seiner Haltung während des Aufruhrs der Par-lamente und ankündigt, jetzt erst komme seine Zeit: „Seit 10 Mo-naten diene ich allen möglichen Verleumdungen zur Zielscheibe,weil ich den parlamentarischen Fanatismus nicht theile und nochkeine Zeile zu Gunsten dieser Opposition geschrieben habe. Ichwar eben immer der Meinung, es gebe zwischen König und Par-lament noch eine kleine Partei, genannt die Nation, der alle ver-ständigen und redlichen Männer angehören sollten", und deren-wahres Interesse hatte er bei keinem der beiden Gegner gefunden.

Anders stellte sich die Sache seit Einberufung der Reichs-stände. „Mit diesem Schritt," schrieb er an Mauvillon, „ist dieNation binnen 24 Stunden um ein Jahrhundert weiter gekom-men. O mein Freund, Sie werden sehen, was diese Nation ver-mag an dem Tage, der ihr eine Verfassung gibt, an dem Tage,wo das Talent auch eine Macht sein wird."

Damals trat er unter den Ständen der Provence auf, aberdiese stießen ihn zurück. Alan warf ihm seine Vergangenheit, seineLaster und Verbrechen vor, er sei ein Mann, der seinen Standverrathen wolle, ein Gegner der Rechte des Adels, da schrieb erseinen Standesgenossen einen Absagebrief:

„Ihr Freunde des Friedens, Ihr denuncirt dem Volke mitder Heftigkeit des Hasses den einzigen Vertheidiger, den es außer-halb seines Kreises gefunden hat. In allen Ländern, zu jeder Zeithaben die Aristokraten die Freunde des Volkes unversöhnlich ver-folgt; und wenn sich Ein Volksfreund in ihrem Schooße erhob,so haben sie diesen gerade geschlagen, um durch die Wahl solchenSchlachtopfers Schrecken einzuflößen. So siel der letzte der Grachendurch die Hand der Patricier; aber getroffen vom Todesstoß warfer den Staub der Erde zum Himmel empor, beschwörend dierächende Gottheit; aus diesem Staube erstand Manns; Manns,nicht deßhalb groß, weil er die Cimbern vernichtet, sondern weiler die Aristokratie Roms vertilgte. Aber ihr Gemeinen, hört den,der Enern Beifall im Herzen trägt, ohne durch ihn verführt zusein. Der Mensch ist nur stark durch Eintracht, seid fest — ichwerde, auf mein Gewissen und meine Grundsätze gestützt, denr