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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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151
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Hofintriguen und Ministcrwechsel,

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in den Tagen, wo die Aufregung sich steigerte, das Wort, um dieZurückziehung der Truppen zu erlangen.

Am 8. Juli bestieg er die Tribüne, um in einer nicht aus-führlichen aber nachdrücklichen Rede die Gefahren des Augenblicksdarzulegen.

Er rügt, daß das Vertrauen, welches durch die versöhnlicheHaltung des Königs kaum hergestellt worden, so rasch wieder zer-stört werde durch die beunruhigenden Truppenanhäufungen derletzten Tage, daß man die Freiheit in ihrem Heiligthum bedrohe,der Nationalversammlung das unerhörte Schauspiel einer, nichtzu ihren: Schutze concentrirten, Wasfenmacht gebe und ihr vonder achtnngswidrigen „Grobheit einer orientalischen Polizei" Nichtserspart habe und fragt, wohin das führen solle?

Es gibt eine wohlfeile Taktik, die, wenn sie selber zu fallenfürchtet, rings um sich her allerlei Gefahren vorspiegelt, um ihremGegner bange zu machen Das war nicht die Taktik Mirabeau's.Er sah die ungeheure Gefahr eines abermaligen Staatsstreiches,der mißlingen mußte, wie der erste, und die unberechenbaren Fol-gen, die daraus für die Monarchie entsprangen. Darum schluger eine Adresse au den König vor, die am Tage darauf unterrauschendem Beifall vorgelesen und einstimmig «gegen 4 Stimmen)angenommen wurde.

„Wir kommen", hieß es zu Anfang der Adresse, „um in dasHerz Ew. Majestät den Ausdruck unserer lebhaftesten Beunruhi-gung niederzulegen; wären wir selbst deren Gegenstand, hätten wirdie Schwäche, für uns zu fürchten, so würde Ihre Güte sich her-ablassen uns zu beruhigen und selbst, unter Tadel über unsereZweifel an Ihren Absichten, unsere Beängstigung in Gnaden auf-nehmen, ihre Ursache entfernen und keine Ungewißheit bestehenlassen über die Stellung der Nationalversammlung.

Aber, Majestät, wir rufen nicht Ihren Schutz an, das hießeIhren Rechtssinu beleidigen; wir hegen Besorgnisse und diese,wir wagen das auszusprecheu, hängen zusammen mit der reinstenVaterlandsliebe, dem Wohl unserer Wähler, der öffentlichen Ruhe,dem Glück des geliebten Monarchen, der, indem er uns den Wegzur Glückseligkeit ebnet, wohl verdient, ihn selber ohne Hemmnis;zu wandeln."

Nach einigen scharfen Worten über die Rathgeber, die sich