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Dritter Abschnitt- 8- 10. 11- 12.
' Der bevorstehende Abschluß der Verfassung und die Rettungihres obersten Princips, der Unverletzlichkeit des Königs, sollteaber noch eine blutige Straßenscene kosten.
Die Clubs hatten ihre stehende Leibgarde in den Vorstädtenmobil gemacht. Am 17. Juli sollte eine Sturmadresse, ähnlich einerandern vom 15., welche 1s peuplo unterzeichnet war und gegen den„eidbrüchigen König" donnerte, auf dem Marsfelde ausgelegt, massen-haft unterschrieben und von den Unterzeichnern selbst dem Königüberbracht werden: die Massen, auf die man rechnen durfte, schie-nen Manns genug, die Gründe einleuchtend zu machen. Dergeistige Urheber des Zugs war Robespierre, ein kluger Mann,der, wenn es zu den Fäusten kam, sich gerne zurückhielt: die sicht-baren Anführer waren Maillard, Jourdan (Coupe-Tote) undSanterre.
Die Adresse wurde Sonntag den 17. Juli unter ungeheuremZulauf unterzeichnet. Die Herausgeber der llmtoire pailumen-tniro haben das Original derselben gesehen und etwa 6000 Unter-schriften von Weibern, Kindern und Leuten, die nur mit 4 unter-schreiben konnten, aber auch Namen wie Chaumette, Maillard,Hebert, Henriot u. A. gefunden.
Der Zug selbst sollte nicht zu Stande kommen. Hatten dieTribunen der Clubs, die Marals und Desmoulins, Tage langdas Volk bearbeitet und aufgehetzt, so war auch die Polizei nichtmüssig geblieben. Das eorps munieipul beschloß Maßregeln zumSchutze der Sicherheit und Ordnung, hier wie in den Ausschüssender Nationalversammlung hatten die Feuillans noch das Ueber-gewicht und am 16. faßte die letztere einen Beschluß, welcher denSchritten des eoi-ps munioipul Nachdruck geben sollte. DasMartialgesetz, welches der Gemeinde das Recht gab, Zusammen-rottungen nach dreimaliger fruchtloser Warnung mit Gewalt zuzerstreuen, gewährte das gesetzliche Mittel, den Aufstand im Ent-stehen zu zerschmettern.
Die Bittsteller vom 17. Juli wußten das, fürchteten es abernicht, sie meinten, Lafahette und Baillh würden nicht den Muthhaben, so Etwas zu thun.
Die Nationalgarden wurden aufgeboten, in allen StraßenGcneralmarsch geschlagen, die rothe Fahne auf dem Stadthausausgesteckt. Den auf dem Marsfeld versammelten Schaaren, die