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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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Dritter Abschnitt, tz. 10. ll. 12.

lmvnrciusse politiqus dürfe man kernen Werth legen. Das warüberhaupt das entschiedene Bestreben der preußischen Politik da-mals, vor Allem mit Oesterreich in gutem Einvernehmen zu blei-ben und wo möglich sich mit ihm über gemeinsame Vorschläge zuverständigen, die man nach Petersburg gelangen lassen könne.Wie Friedrich Wilhelm II. am 4. Juli in einem eigenhändigenBriefe schrieb: „Wir dürfen zunächst nichts Entscheidendes überunsere Absichten schriftlich geben und müssen wo möglich Rußlanddahin bringen, daß es uns eine entsprechende Erklärung gibt; dannist es durchaus nöthig, mit aller möglichen Rücksicht gegen denWiener Hof zu verfahren, um ihm im Laufe dieser Unterhand-lungen nicht den mindesten Verdacht zu erwecken."

Aber Rußland sprach sich vorerst nur allgemein aus; es er-kannte das Recht einer Entschädigung an und ließ auch deutlichdurchblicken, daß es dieselbe nicht Frankreich aufgebürdet wünsche;das führte also von selbst auf eine polnische Entschädigung. Daßauch Oesterreich dazu die Hand bieten werde, war um diese Zeitdem preußischen Cabinet nicht zweifelhaft; im Uebrigen kam dochauch das bekannte Projekt des bairischen Tausches wieder zum Vor-schein. Rasumowski selbst regte es in Wien an und erhielt vonSpielmann die Antwort: noch sei der Moment nicht sehr geeignet.