Die Gironde und der Krieg.
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Alles auf den Krieg los. In der Revolution regte sich stärkerund stärker jenes Gelüste nach Propaganda, das dieser vor Allemeigenthümlich war, im Volke selbst erwachten die kriegerischen Tra-ditionen, die es seit Jahrhunderten beherrschten, und die Partei,die nach der Leitung der Dinge strebte, sah in dem Krieg dasbeste Mittel, über tausend innere Verlegenheiten hinweg zu eilen,sich rasch des Ruders zu bemächtigen und frisches Leben in dasRegiment zu bringen. Den Krieg wollten selbst die Gemäßigten,weil sie von ihm die Ausscheidung vieler unsauberen Elemente,und die Wegräumung innerer Schwierigkeiten erwarteten, denenanders nicht beizukommen war, den Krieg wollten auch Die, denendie Revolution anfing unangenehm zu werden, weil sie hofften, erwerde Zucht und Ordnung, Diktatoren, energische Männer an dieSpitze bringen, die dem tollen Treiben der Schreier und Wühlerein Ende machen würden.
Nur eine Partei wollte ihn nicht: Robespierre und seinAnhang, der nachher aus dem Kriege für sich die meiste Nahrunggezogen hat. Er verabscheute und fürchtete den Krieg aus dem-selben Grunde, aus dem die innern Gegner der Revolution ihnwünschten. Er sah voraus, was selbst vielen seiner sonstigen Ge-sinnungsverwandten entging, daß der Krieg die Soldaten emporbringen und die Clubs und ihre Helden begraben, daß erDiktatoren, nicht Tribunen, Knechtschaft, nicht Freiheit erzeugenwerde.
Robespierre hatte Recht; aber es dauerte manches Jahr bisAlle sahen, daß seine Prophezeiung in Erfüllung gehe. Damalsverstand man ihn nicht und griff die Gelegenheit zum Krieg frisch-weg vom Zaune.
Nachdem bereis am 14. December den geistlichen Fürsten mitAufstellung einer Ostarmee von 150,000 Mann gedroht wordenwar, begann mit den ersten Tagen des Jahres 1792 die ent-schlossene Offensive gegen die Vorposten des alten Europa.
Am 1. Januar ging bereits der Beschluß durch, die Anklagegegen die „Rebellen" zu beginnen.
Vergebens suchen die Gemäßigten noch damit zurückzuhalten,die Gironde und die Jakobiner bewirken, daß die Brüder desKönigs, Condü, Calonne, Laqueuille und der jüngere Mira-beau in Anklagezustand versetzt werden; auch wird sogleich zur