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Vierter Abschnitt. 8- 16.
Consequent wäre es gewesen, nachdem er einmal der Ver-sammlung die Hand gereicht, mit ihrer Mehrheit zu gehen undaus ihr sich ein Ministerium zu bilden. Aber Inkonsequenz istdie Natur der Schwäche. Der König hatte sich der Versammlungmehr genähert als je und wollte nun doch die Folgen dieses Han-delns nicht tragen.
So wies er die Gironde ab; es war ein Abschied auf immer.Die Partei hatte noch einmal geschwankt zwischen einer friedlichenund einer gewaltsamen Unterwerfung der Krone. Die eine warmißlungen, jetzt begann der offene Kampf, die andere zu voll-bringen und rasche Umkehr war geboten, denn schon hatte die vor-übergehende Veränderung ihres Auftretens gegen den König denArgwohn der Jakobiner geweckt und ihr mehr als ein Mal denVorwurf des Verrathes eingetragen.
Der Sturz des Königthums.*) Die Vorspiele der Ab-setzung des Königs.
Seit der letzten Juliwoche wird die Absetzung des Königs be-reits allenthalben mit vollkommener Offenheit besprochen. Am23. Juli wurde in der Nationalversammlung eine lakonische Adresseverlesen, die lautete: „Gesetzgeber! Ludwig XVI. hat die Nation,das Gesetz, seine Schwüre verrathen. Das Volk ist souverän; Ihrseid seine Vertreter; sprecht die Absetzung aus und Frankreich istgerettet." Fast jeden Morgen fand man an dem Tuileriengarteneinen Anschlag mit den Worten: „Der Zorn des Volkes hängt aneinem Band; die Krone des Königs hängt an einem Faden."
Und am 29. Juli Abends hielt Robespierre im Jakobiner-club eine Rede, die das Programm des Terrorismns am Vorabendseines ersten entscheidenden Siegs aufs Vollständigste entwickelte.„Große Uebel," sagt er, „verlangen große Heilmittel. Nothbehelfemachen sie nur unheilbarer, die Leiden Frankreichs überschreitenalles Maß." Wo ist der Sitz dieser Leiden?
„In der vollziehenden Gewalt und in der gesetzgebenden Ver-sammlung: in der vollziehenden Gewalt, die den Staat zu Grunde
*j stlortimer-I'ernLux II, livr. V, VI, VII.)