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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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KriegScreignisse in der Champagne.

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einer kräftigen Verfolgung verwandt worden wäre. Dumonriezwar für einen solchen Fall auf das Schlimmste gefaßt. Aber derHerzog ließ es wieder nicht zum Schlagen kommen, er hatte mitder Brodbäckerei für seine Leute zu viel zu thun und Dumonriezentkam unbelästigt nach St. Menehould, wo er ein neues Lagerbezog und, gedeckt durch die Aufstellung Dillons bei dem Paß Js-lettes, die Streitkräfte Beurnonville's und Kellermanns heranzog.

Bereits am 19. Sept. hatte er 60,000 Mann in nicht un-günstiger Aufstellung beisammen, während die Preußen ihm gegen-über nur 39—40,000 Mann stark waren.

Der Herzog hatte ein weitläufiges methodisches Manöver er-dacht, um die Franzosen aus dieser Stellung nicht herauszu-schlagen, sondern ohne Schwertstreich herauszudrängen, aberder König, dem die falsche Nachricht zugekommen war, die Fran-zosen wollten nach Chalons abziehen, verlangte einen sofortigenAngriff, damit sie ihm nicht wieder entwischten; die Minderzahlder preußischen Truppen brauchte keine Bedenken zu erregen, dennman hatte für sich das ganze Uebcrgcwicht alter geschulter Trup-pen, in denen eine große Ueberlieferung lebte, gegen zusammen-geraffte Hansen, die noch keinem Feinde gestanden hatten.

So ging es denn auch am Morgen des 20. Sept. zum An-griff auf die Höhen von Valmh, wo sich Kellermann in ziemlicherEntfernung von Dumonriez aufgestellt hatte.

Die Truppen waren voll Jubels, daß es endlich zum Schla-gen gehe; ein feindliches Geschützfeuer, das die Angreifer begrüßte,wurde so nachdrücklich erwidert, daß gleich eine französische Colonne,die unter Chazot vorgehen sollte, zersprengt wurde. Im Lauf derKanonade flogen ein paar^ Pulverwagen Kellermanns in die Luftund diese Explosion richtete eine unbeschreibliche Verwirrung an;eine grenzenlose Panik hatte die jungen Truppen ergriffen, erfolgtejetzt ein Bahonnetangriff, so war die Niederlage der Franzosenunabwendbar, darüber sind ihre eigenen Generale einig.

Um 11 Uhr waren die preußischen Sturmkolonnen formirt,ungeduldig erwarteten die kampflustigen Mannschaften den Befehlzum Angriff, aber er kam nicht. Im letzten Augenblick hatte esder Herzog über den König davon getragen, es blieb bei einergroßen Kanonade, die mehr Blut kostete, als ein richtiger Sturm-angriff erfordert haben würde und die jungen Offiziere, die vor

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