Kriegsereignisse in der Champagne.
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Herzog mußte in einem neuen Manifest am 28. September inähnlichem Tone mit den Jakobinern reden wie am 24. Juli.
Darüber aber waren 8 Tage in Unthätigkeit verstrichen;Dumouriez hatte seine Stellungen verstärkt, sein Heer ansehnlichvermehrt, während die Verbündeten*) unter Hunger und schlechterWitterung, Noth und Entbehrung aller Art gelitten und durcheine bösartige Ruhr die empfindlichsten Verluste erfahren hatten.
Der Feldzug war verloren: am 29. Sept. trat man mit er-müdeter, entmuthigter Mannschaft den Rückzug an über grundlose. Wege und schwierige Pässe, die oft stundenlang durch Gepäck undFuhrwerk versperrt waren.
Der Rückmarsch war äußerst gefahrvoll, wenn die Feinde ihnmit Nachdruck behelligten und im Großen wiederholten, was schonin den letzten Tagen einzelne Streifpartien mit Erfolg versuchthatten; statt dessen legten sich diese jetzt wieder aufs Unterhan-deln und im preußischen Lager griff man das mit richtigem In-stinkte auf.
Während des ganzen Rückzugs wurde mit den Convents-Commissären über einen französisch-preußischen Sonderfrieden ver-handelt, und der preußische Bote Kalkreuth hatte die Genug-thuung, daß, wenn auch sonst Nichts dabei herauskam, das ver-bündete Heer wenigstens in voller Ruhe wie beim Manöver seinenRückmarsch bewerkstelligte.
So war man glücklich durch die Pässe hindurch bis an dieMaas gelangt, aber den ganzen Erfolg sollte die Kriegslist dochnicht haben. Der Herzog von Braunschweig sah sich glücklich ander Maaslinie, die er halten wollte, um von da aus mit HilfeOesterreichs im nächsten Jahre den Kamps zu erneuern, da riefdieses Anfang Oktober das Corps des Fürsten Hohenlohe von dervereinigten Armee ab.
Bei den Nachrichten von den Unterhandlungen mit den Fran-zosen war am Wiener Hofe das alte Mißtrauen gegen Preußenwieder erwacht, mit denr Abmarsch Hohenlohe's fehlten die Kräfte,auch nur das zu behaupten, was der Herzog im schlimmsten Fallals Basis für einen neuen Feldzug für gesichert hielt und nun
*) rdi äe krusse s'est iourrs äans Is gntzxier et meurt äs taim,
schreibt Dumourie; 25. Sept. an Biron.