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Ludwig Häusser's Geschichte der französischen Revolution : 1789-1799 / Herausgegeben von Wilhelm Oncken
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Umkehr der Gironde. Das Verhör.

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des geheimen eisernen Schrankes versprochen, von dem MinisterRoland in den letzten Tagen Mittheilungen gemacht hatte. Aberman fand Nichts, was uns überraschen kann. Die Briefe derBrüder des Königs, die Entwürfe zu ihrer Beantwortung brachtennichts Neues. Neu war nur die Aufklärung des Verhältnisses, indem Mirabeau znm Hof gestanden hatte. Die Versammlung be-schloß darauf hin, seine Statue aus dem Pantheon in eine Eloakezu werfen. Daraus folgte von selbst, daß nachher Marats Bild-säule aus der Eloake in das Pantheon gebracht wurde.

Das Anklagematerial mußte aus der sudle oonvsnue genom-men werden, welche sich die Jakobiner von der französischen Ge-schichte seit Mai 1789 zurechtgeredet hatten, indem jeder politischeFehler des Königs zu einem Staatsverbrechen, jedes zweideutigeSchwanken zu schwarzem Verrath gestempelt und jedes Unglück derfranzösischen Waffen, jede Nichtswürdigkeit der Demagogen ihm alspersönliche Schuld angerechnet wurde.

Nichts war vergessen: daß der König am 20. Juni 1789 dieSitzung der Gemeinen hindern wollte, am 23. jene königlicheSitzung, worin er die Abstimmung nach Stäuben befahl, am11. Juli jenes reaktionäre Ministerium berief und die Beschlüsseam 4. August nicht sogleich bestätigt; daß er Mirabeau in seineDienste gezogen, zu entweichen versucht, auf die Pillnitzer Erklä-rung geschwiegen habe und bei den Emeuteu zu Arles, Nimes,Jolis, Montauban unthätig geblieben; die Unterstützung der Emi-granten, die Verbindung mit seinen Brüdern, die Vernachlässigungder Armee, der Marine und Colonien, die feindselige Aktion durchseine diplomatischen Agenten, das Veto gegen das Priesterdekret, dieZusammensetzung der königlichen Garde, die Beibehaltung derSchweizer und die Gegenwehr am 10. August — das war dieListe von Verbrechen, die man nach fünfwöchentlicher Arbeit gegenihn zu Stande brachte.

Als die Anklageschrift verlesen war (11. Dec.>, entwickelteLegendre das Ceremoniell, mit dem der Gerichtshof den Beklag-ten zu empfangen habe: „das Schweigen der Gräber soll denSchuldigen schaudern machen."

Der König erschien nicht sogleich; um die Pause auszufüllen,schlug Manuel vor, „da der Convent nicht verdammt sei, sich bloßmit einem König zu befassen", könne man ja die Besprechung des