tz. 22.
Letztes Ringen und Sturz der Gironde. — DieConventscommissäre. — Maximum und Zwangsanleihe. —Guadet's Antrag vom 18. Mai. — Die Tage vom 3l.Mai und 2. Juni.*)
Letztes Ringen und Sturz der Gironde.
Nach jenem Auftritt am 1. April und der nur drei Tagedarauf erfolgten Katastrophe Dumouriez's glaubten die ungedul-digen Brauseköpfe des Bergs, die Zeit sei da, um die Gironde ausdem Convent hinauszuschrecken und wo möglich auf das Schaffetzu bringen. Die bekannte, wohl organisirte Maschinerie der Sturm-petitionen fing an, ihr Spiel anzukündigen, die Patrioten derSektionen und der Gasse kamen wieder und brachten ihre Ankla-gen vor den Convent. Auch hier strafte sich eine alte Sünde derGironde an ihr selbst. Wie oft hatten sie das Hereindringen derMassen in die Versammlung und ihr Mitlärmen bei den Verhand-lungen zugelassen, so lange es ihrem Kampf gegen das Königthumdienlich schien, jetzt wendete sich diese zweischneidige Waffe gegen sieselber. Unter den vielen Adressen jener Tage sind zwei durch ihreFrechheit besonders bemerkenswerth. Die Sektion der Kornhallebrachte am 10. April eine Adresse, die der Gesinnungsausdruckaller Pariser Sektionen sein sollte, und die mit der Erklärung begann,
*- (Ueber den ganzen Zeitraum s. manche neue Details bei Sclimiät: tab-Isaux äk la r<?r»I. kraniMs«. 117—379.)