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Fünfter Abschnitt, tz. 22.
auf dem Punkte auszubrechen," ließ der Maire dem Convent gleichbei Beginn der Sitzung sagen; Maral eröffnete den Sturm aufden Zwölferausschuß in Worten, die anzeigten, daß die äußernVorbereitungen zu einem kräftigen Druck auf die Versammlungreif seien; eine Sektion, deren Vorstand verhaftet worden war, ver-langte, daß der Ausschuß vor das Revolutionstribunal gestelltwerde: „Die Zeit der Klage ist vorbei; wir sagen euch, rettet dieRepublik, wenn ihr nicht wollt, daß wir es thun."
Der Präsident gab zur Antwort: die Versammlung verzeihteure Uebereilung eurer Jugend, wisset, daß die Thrannei, mag siesich verkriechen in einen Keller oder mag sie sich breit machen aufeinem öffentlichen Platz, sei sie auf einem Thron oder auf derRednerbühne eines Clubs, mag sie ein Scepter oder einen Dolchführen, mag sie eine Krone oder eine Mütze auf dem Hauptetragen, darum Thrannei ist und bleibt." Während des tobendenLärms, der über diese Worte losbrach, meldeten sich draußen dieVorboten des Petitionenstnrms, der gleich darauf den Convent über-fluthen sollte.
An den Eingängen des Hauses stand die Nationalgarde dreierSektionen, die zur Gironde hielt, tobenden Volkshausen gegenüber,die in den Saal eindringen wollten; die Diskussion im Conventwar eben nahe daran in einen offenen Faustkampf zwischen Bergund Gironde auszuarten, als plötzlich ein Schwärm von 3—4000Patrioten erschien, die sich eines Eingangs bemächtigt hatten undnun in breitem Strom sich über die Bänke des Convents ergossen.Von Verhandlung und Abstimmung konnte keine Rede sein; Jsnardverließ den Präsidentcnsitz. Einer der Wüthendsten von der Berg-partei, Herault de Sechelles, nahm ihn ein und that gegen dieSprecher der Petenten, die Freilassung der Verhafteten und Ab-setzung des Zwölferausschusses begehrten, den berühmten Ausspruch:„Bürger, die Gewalt und die Vernunft des Volks sind eins unddasselbe;" unter seinem Vorsitz beschloß nicht der Convent — derwar überschwemmt — sondern der Berg mit dem im Conventversammelten Pöbel die Freilassung der Verhafteten und die Auf-lösung des Zwölferausschusses.
Das war freilich etwas zu plump, so frech konnte man dieGironde nicht todt machen. Am andern Morgen erschien sie voll-zählig im Convent und verlangte nochmalige Abstimmung über den