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Sechster Abschnitt. §. 26. 27.
zu verkehrten Maßregeln hinreißen und die Zwietracht unter sie wer-fen wollen, die im Namen der Freiheit die Freiheit des Gottes-dienstes stören und den Fanatismus durch einen neuen Fanatis-mus angreifen, die unter dem Vorgeben, sie wollten den Aber-glauben zerstören, aus dem Atheismus selber eine Art Religionmachen. Ueber solche Dinge kann Jeder denken, wie er will; Nie-mand darf seinem Nächsten ein Verbrechen daraus machen, wenner anders denkt als er; thäte das gar ein Gesetzgeber, ein gesetz-gebender Körper, so beginge er eine Handlung des Wahnwitzes.„Wenn der Philosoph seine Moral auf andere Grundsätze bauenkann ials der gemeine Mann), hüten wir uns gleichwohl,jenen geheiligten Trieb und jenes allgemeine Gefühlder Völker zu verletzen. Wo wäre das Genie, das im Augen-blick vermöchte, mit seinen Erfindungen jene große Idee zu er-setzen, die die Ordnung der Gesellschaft und alle Tugenden derEinzelmenschen beschützt?"
Robespierre blieb nicht bei der Rede stehen, die der Club sichdie Freiheit nahm, mit einem Befehl zur Schließung aller Kirchenzu beantworten; am 6. December beschloß der Convent auf seinund Dantons Betreiben, daß alle Feindseligkeiten gegen dieFreiheit des Gottesdienstes verboten seien. Nun wurde den Leutenklar, daß sie die Winke Robespierre's doch nicht genügend belauschtund Hebert kam jetzt und sagte, es sei ein Mißverständniß gewesen,er leugne den Atheismus förmlich ab, er predige in seinem Journalden Landleuten, die Bibel zu lesen und betrachte Christus als denGründer der demokratischen Gesellschaften.
Gegen Cloots ging Robespierre am 12. December persönlichvor. „Können wir," sagte er im Jakobinerclub, „einen deutschenBaron als Patrioten betrachten? Können wir einen Menschen,der mehr als 100,000 Livres Rente zu verzehren hat, als Sans-culotte gelten lassen? Nein, Franzosen, hüten wir uns vor denFremden, die für noch bessere Patrioten gelten wollen, als dieFranzosen selber." Nun kommt eine Reihe von Anklagen gegenden armen Cloots, sein orntmir clu xeni o liumnin wird ihm vor-geworfen, er habe den Titel Bürger Frankreichs verschmäht unddafür Bürger der Welt heißen wollen; „wäre er guter Franzosegewesen, würde er gewollt haben, daß wir uns vermäßen, dasWeltall zu erobern?" Dann aber kommt sein Atheismus zur