Der Staalsstreich vorn 18 . Frucüdor.
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standen hier in erster Reihe, die italienische hatte bereits einenimperatorischen Accent,-man sprach wohl von den LIessieurs äeI'nrmee italienne, allein Bonaparte fand es seiner Politik ent-sprechend, mit der größten Schärfe, wenn nicht für die Republik,so doch gegen die Royalisten aufzutreten und das gab Barrasund den Seinen eine unermeßliche Kraft gegenüber den Sektirern-
Zur Feier des 14. Juli erließ Bonaparte einen Tagesbefehlan sein Heer, worin es hieß: „Berge trennen uns von Frankreich;aber mit den Flügeln des Adlers werdet ihr sie überschreiten, wennes nöthig sein sollte, die Verfassung zu behaupten, die Freiheit zuvertheidigen, die Regierung und die Republikaner zu schützen. —Soldaten, im Augenblick, da sich die Rohalisten zeigen werden, hatauch ihre letzte Stunde geschlagen." Bei dem Festmahl trankLannes auf den Untergang des Clichhclubs, Berthier auf dieVernichtung der Rohalisten.
Auf Barras' Bitte wurde Augerean nach Paris geschickt, umdie Gesinnungen des italienischen Heeres zu vertreten; der hieltvor dem Direktorium polternde Reden gegen die feigen Verrätherder Republik, die die Armee zermalmen werde und Barras setztegegen Carnots und Barthelemh's Einspruch seine Ernennung zumBefehlshaber der Pariser Militärdivision durch.
Daß Augerean sich sonst im höchsten Grade taktlos aufführte,überraschte Bonaparte nicht; seine Fehler konnte man nachträglichverleugnen, einstweilen nahm er das Gehässige eines Staatsstreichsauf seine Person, die Ernte sammelte nachher Bonaparte ein. Erbrauchte nur Zeit, die Republik sich selber ausleben zu lassen,dann kam er und stellte die Ordnung her.
Am 18. Fructidor erfolgte der Staatsstreich. In der Nachtvom 3. zum 4. September wurde der Palast des gesetzgebendenKörpers von Truppen umstellt und mit Kanonen umgeben. DieGrenadiere, die die Tnilerien zu vertheidigen hatten, verweigertenihrem Befehlshaber den Gehorsam: „Wir sind keine Schwei-zer," sagten die Einen, „wir wollen uns nicht für Ludwig XVIII.schlagen," die Andern. Der Commandant wurde von Augereanverhaftet und nur mit Mühe den Händen einiger wüthenden Ja-kobiner entrissen. Um 5 Uhr Morgens war der gesetzgebende Kör-per entwaffnet, einige Stunden später Barthelemh und eine Anzahlder rohalistischen Abgeordneten verhaftet, dann versammelte sich der