Die helvetische Republik.
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Papst zu Rom. Die Opposition im Innern stellte dazu gute Ver-bündete und die alten Aristokratien fanden den Heldenmuth ihrergroßen Tage nicht wieder.
Immer enger war die Schweiz umzingelt worden, schon standman auf dem Kriegsfuß, an der Aar war das in aller Eile auf-gebotene Bundesheer der Tagsatzung aufgestellt, ein einziger ver-hängnißvoller Schuß konnte den Krieg entzünden: der folgenschwereSchuß erfolgte durch einen schweizerischen Vorposten und traf einenfranzösischen Parlamentär, und nun hatte Frankreich Grund, sichüber ein unermeßliches Unrecht zu beklagen. Das einst so stolze,mächtige Bern war durch Meuterei und Unfrieden im eigenenLager geschwächt, ebenso machtlos war die Regierung in Basel.Tapfer und hartnäckig haben sich hauptsächlich die Urcantone ge-wehrt, theils aufgehetzt durch den Clerus, der den Antichrist kom-men sah, theils in Erinnerung der stolzen Tage von Morgartenund Sempach, die sich hier freilich nicht wiederholen wollten. Essind viel heldenmüthige Thaten in den Urcantoncn geschehen, abernur um so gräßlicher haben die Franzosen nachher Rache ge-nommen.
Die Schweiz ward unterjocht und mit allen Greueln heim-gesucht, die ein brutaler Sieger in einem eroberten Lande begehenkann; Frankreich hatte außer der reichen Beute, die seine Blut-sauger in dem wehrlosen Lande erpreßten, den ungeheuren Vor-theil gewonnen, daß es den Schlüssel zu einem Feldzug nach Süd-deutschland in der Hand hatte, daß der Wall zwischen Frankreichund Deutschland niedergerissen war und die Franzosen künftigohne Schwertstreich in das Herz Süddeutschlands eindringen konnten.
Die neue Verfassung der am 11. April 1798 ausgerufenenhelvetischen Republik sprach aus: die Einheit und Untheilbarkeitder Republik, das war, wie die Dinge jetzt lagen, ein Unding,dann Volkssouveränetät und repräsentative Demokratie, unbeschränkteGewissensfreiheit und Aufhebung aller Titel und Vorrechte. Dieverletzende Abhängigkeit der Unterthanen und Zugewandten wirdbeseitigt und zu den 13 Cantonen der alten Eidgenossenschaft kom-men als neue Cantone hinzu: Leman, Aargau, Wallis, Bellinzona,Lugano, Sargans, St. Gallen, Thurgan; Bündten wird zum Bei-tritt eingeladen. Urversammlungen wählen auf 100 Bürger I Ab-geordneten in die Wahlversammlung des Cantons. Letztere wählt