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Liederbuch des deutschen Volkes
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wenn ein kühner Nordlandssturm intodte Eichen saust; wir fassen auf mitSegelkraft der Winde kühnen Scherz;wie wild der Meerschlund heult undklafft/ durch muß des Kieles Erz!

Aug. Ludwig Follrn. 1818.

LL«. Festversammlung.

(Weist: Freude, schöner Götterfunken.)

I. Eröffnung.

1. Stille ruht im weiten Kreise, wäh-rend es im Herzen glimmt, und nachalter deutscher Weise wird ein Hochliedangestimmt. Ernst und Würde seh' ichflammen und der Freiheit goldnes Licht,das aus Aller Augen bricht, schmilztin einen Strahl zusammen. (Chor:)Brüder, sprecht das deutsche Wort, dasauf euren Lippen ruht; reißt in euresBusens Glut alle deutsche Herzen fort.

2. Frei von jedem fremden Zwange,der auf deutscher Rede lag, folg' dasWort dem innern Dränge, da der Armdie Fesseln brach. Ha! ich seh' im Augeglühen manches Wort zum deutschenBund, und vom fessellosen Mund mußder Burschen Losung sprühen. (Chor:)Auf denn, Brüder, sprecht das Wort,das euch auf den Lippen ruht, und ineures Busens Glut reißt die deutschenHerzen fort.

II. Beschluß.

3. Hochbegeistert, wonnetrunken, seg-net nun den schönen Tag; denn zurFlamme ward der Funken, der unstief im Herzen lag. Unserm Sinnen gabtihr Flügel, Worte strebten himmelan,und hinauf zum Sternenplan lenktetihr der Rede Zügel! (Chor:) Brüder!wahrt dieß deutsche Wort, das uns nochim Busen glüht, wahrt es heilig imGemüth, tragt es still im Herzen fort.

4. Doch auch Handeln ziemt unsallen, nicht das Reden thut's allein;

Worte wollen nicht verhallen, wollenauch vollendet sein. Und wenn alleswiderstände:wacker sein und ohneScheu" das besiegeln wir auf's Neu'mit dem Biederdruck der Hände. (Chor :>Drum dieß kräftig deutsche Wort, dasuns noch im Busen glüht, tragt esnicht bloß im Gemüth, tragt es auchin's Leben fort.

M. Döring. Leipzig, 1819.

14 L. Jahrestag.

(Weist: Sind wir vereint zur guten Stundet

1. Wohlauf, ihr meine deutschen Brü-der, mit Schwerter- und mit Becher-klang! singt lauter heut die Jubellie-der, stimmt an den hohen Festgesang!Der Tag, der unsern Bund geboren,der Tag, der uns das Heil gebracht,an dem wir Treue uns geschworen,der Tag ist's, der uns heute lacht.

2. Die Hoffnung, die wir still ge-nähret, der heut'ge Tag hat sie erfüllt;des Jahres Lauf hat sie bewähret, desHerzens Sehnen ist erfüllt. Wofür wiruns so treu verbanden, in Lebensmuthund Einigkeit: das hat die Prüfungnun bestanden, das Ideal ist Wirk-lichkeit.

3. Der Strahl, der unsre Brust ent-zündet erglüht mit nie erlosch'ner Kraft,fest, wie der Fels im Meer, gegründet,steht Deutschlands hohe Burschenschaft!und neu aus ihrem starken Schooßeerblüht des Volkes Herrlichkeit, obwelsche Tücke sich erbose, wie zu derAhnen hoher Zeit.

4. Gewappnet mit der alten Tugend,das Herz voll Muth, den Arm VolkKraft, so steht die Blüthe deutscherJugend, die Burschenschaft, die Ritter-schaft. Drum klingen laut die Jubel-töne, drum jauchzt die ungezähmte Lust,denn wir sind Deutschlands biedreSöhne, wir sind des Rechten uns bewußt.