Hausstand.
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innen rein muß des Mädchens Busensein, wohl deckt ihn der Schleier.
4. Hurre, hurre, hurre! schnurre,Rädchen, schnurre! außen blank undinnen rein, fleißig, fromm und sittsamsein, locket wackre Freier.
Bürger. 177S.
INS. Die Novize.
1. Ich ess' nicht gern Gerste, steh'auch nicht gern früh auf, eine Nonnesoll ich werden, hab' keine Lust dazu.Ei so wünsch' ich dem des Unglücksnoch so viel, der mich armes Mädelin's Kloster bringen will!
2. Die Kutt' ist angemessen, sie istmir viel zu lang! das Haar ist abge-schnitten, das macht mir angst undbang! Ei so wünsch' ich rc.
3. Wenn andre gehen schlafen, somuß ich stehen auf, muß in die Kirchegehen, das Glöcklein läuten thun. Eiso wünsch' ich rc.
Aus des Knaben Wunderhorn.
IN«. Nonnenlied.
1. Kein' schön're Freud' auf Erdenist, als in das Kloster zu zichn. Ichhab' mich drein ergeben, zu führen eingeistlich Leben; o Liebe, was hab'ich gethan!
2. Des Morgens, wenn ich in dieKirche geh', muß singen die Mett'allein, und wenn ich das xlooia patrising', so liegt mir mein Liebchen immerim Sinn. O Liebe rc.
3. Da kommt mein Vater und Mut-ter her, sie beten für sich allein; siehaben schöne Kleider an, ich aber mußin der Kutte stahn; o Liebe rc.
>4. Des Abends, wenn ich schlafengeh', so sind' ich mein Bettchen allein;so denk' ich dann, daß Gott erbarm'!ach, hätt' ich mein Liebchen in demArm! O Liebe rc.
Thüringer Volkslied, aus Herders Sammlung.
l»r. Frühlings-Fahrt.
1. Es zogen zwei rüst'ge Gesellenzum erstenmal von Haus, so jubelndrecht in die hellen klingenden, singen-den Wellen des vollen Frühlings hinaus.
2. Die strebten nach hohen Dingen,die wollten, trotz Lust und Schmerz,was Recht's in der Welt vollbringen,und wem sie vorübergingen, dem lach-ten Sinnen und Herz.
3. Der Erste, der fand ein Liebchen,die Schwieger kauft' Hof und Haus;der wiegte gar bald ein Bübchen, undsah aus heimlichem Stäbchen behaglichin's Feld hinaus.
4. Dem Zweiten sangen und logendie tausend Stimmen im Grund ver-lockend' Sirenen, und zogen ihn in derbuhlenden Wogen farbig blinkendenSchlund.
5. Und wie er auftaucht' vomSchlunde,da war er müde und alt, sein Schiff-lein, das lag im Grunde; so still war'srings in die Runde und über die Was-ser weht's kalt.
6. Es singen und klingen die Wel-len des Frühlings wohl über mir, undseh' ich so kecke Gesellen, die Thränenim Auge mir schwellen, — ach Gott,führ' uns liebreich zu dir!
Joseph Freiherr v. Eichendorff.
L»8. Der Fuhrknecht und derPfalzgraf.
1. Es fuhr ein Fuhrknecht über'nRhein, der kehrt' beim jungen Pfalz-graf ein.
2. Er fuhr ein schönes Faß vollWein; der Pfalzgraf schenkt' ihm sel-ber ein.
3. Es leb' der Fürst, es leb' derKnecht; ein jeder thu' das Seinerecht!
4. So trank der Fürst, so trank der