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Liederbuch des deutschen Volkes
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Liebes-Scherz und Glück.

get das Gewühl, dann tönet meineLaute, und sie lauscht meinem Spiel.

3. Ich sing' mit bangem Herzendann oft: ich liebe dich! da wieder-holt ein Echo gar sanft: ich liebedich! O Echo, süße Stimme! wiedringt dein Ton in's Herz, seit dumir nachgesungen, durchbebt mich Freud'und Schmerz.

4. Jüngst sah ich sie am Fensterbei Hellem Mondenschein, da schlugdas Herz mir höher, ich rief: o wärstdu mein! Sie sah zu mir herüber,das Aug' voll Liebesschein, und flü-sterte durch Blumen wie Echo: ewigdein!

58T. Stille Liebe.

1. Treu geliebt und still geschwie-gen , treue Liebe spricht nicht viel, nurin unhörbaren Zügen wallt das hei-ligste Gefühl. Oft sagt eine stille Thrä-ne mehr als Sprach' und Melodie;ach der Liebe leise Töne :,:sind nurHerzens-Harmonie.:,:

2. Heiß geliebet! Dank und Segen!meine Seele stammelt's dir! und meinHerz schlägt dir entgegen, ewig treu,Geliebck, dir! Drum vergieb, daß ichgeschwiegen, treue Liebe spricht nichtviel, ach in unhörbaren Zügen walltdas heiligste Gefühl.

Weise von Linbpaintner.

58». Anheimelung.

1. Was soll ich in der Fremdethun? Hier ist es ja so schön! DerWinter stürmt und brauset nun, ver-schneit sind Thal und Höh'n und hierist es so schön, so schön, lalala rc.so schön.

2. Was soll ich in der Fremdethun? Hier ist es ja so schön! Sie reichtemir die weiße Hand und sprach: dumagst nun gehn! und hier ist es soschön.

3. Und mit dem Wandern ist's nunaus, hier ist es ja so schön! Keinholdes Liebchen sind' ich draus, war-um denn weiter gehn? Hier ist es jaso schön.

Weise von Lindpaintner.

584. Gold und Silber.

1. Gold und Silber preis ich sehr,könnt' es auch gut brauchen, :,:hätt'ich nur ein ganzes Meer, mich dareinzu tauchen!:,:

2. Muß nicht just gepräget sein,hab' es dennoch gerne, auch des Mon-des Silberschein und die goldnen Sterne.

3. Leise murmelnd fällt mir ein nochdie Silberquelle, aber um den gold-,nen Wein tausch' ich auf der Stelle.

4. Doch viel schöner ist das Gold,das vom Lockenköpfchen meines holdenMädchens rollt in zwei langen Iöpfchen.

5. Darum fröhlich, liebes Kind,laß uns jetzt noch küssen, bis die LockenSilber sind, und wir scheiden müssen.

58». Die See.

1. Ich sah in die blaue unendliche See,wie ward mir im Herzen so wohl undso weh! doch hab' ich dein blauesAuge gesehn, und weiß nun selbernicht, wie mir geschehn.

2. Und wenn ich die blaue unend-liche See auch immer und immer wie-der seh', das Wasser doch immer nurWasser bliebe: dein Aug' ist ewig un-endliche Liebe.

58«. Die Zärtlichen.

1. Bei Männern, welche Liebe füh-len, fehlt auch ein gutes Herze nicht;die süßen Triebe mitzufühlen ist dannder Weiber erste Pflicht. :,: Wir wol-len uns der Liebe freun, wir lebendurch die Lieb' allein.:,:

2. Die Lieb' versüßet jede Plage,ihr opfert jede Creatur; sie würzet