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Liederbuch des deutschen Volkes
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VII. Liebeslieder.

unsre Lebenstage, sie wirkt im Kreiseder Natur. Ihr hoher Zweck zeigtdeutlich an, nichts Edlers sei als Weibund Mann.

3. :,:Denn Mann und Weib undWeib und Mann reichen an die Gott-heit an.:,:

Sckikaneder. Duett aus der Zauberflöte von

Mozart.

»8V. Der Weber.

1. Mit Überlegung und Vernunftbin ich ein Weber worden, und tau-sche diese meine Zunft nicht mit demreichsten Orden.

2. Der Liebsten web' ich ein Ge-wand, und hoff', es soll gerathen;zu dem Gewebe meiner Hand Gedan-ken sind die Faden.

3. Da werf' ich, selig ganz undgar, mein Schifflein hin und wieder;zum Schleier in ihr Ambrahaar ver-web' ich meine Lieder.

4. Die schönsten Blumen weit undbreit in tausend bunten Reimen streu'ich auf meiner Liebsten Kleid, da soll'nsie duftig keimen.

5. Was blüht und lebt in der Na-tur in überreicher Fülle, die schönenMuster sind es nur zu meiner Lieb-sten Hülle.

6. Und immer, immer web' ich dranmit rastlos sel'gem Streben, und wennich nicht mehr weben kann, will ichauch nicht mehr leben.

Lichtcnstcin. AuS Ferdufl von Eberwein.

S8ß< Der Troubadour.

1. Der Troubadour, stolz auf derLiebe Bande, folgt deiner Spur, ei-lend von Lande zu Lande. Durch Hainund Flur erschallen Klagetöne: gieb,holde Schöne, dir winkt Natur, einKußchen nur dem Troubadour!

2. Der Troubadour, seufzend vonLiebesgrame, weint auf der Flur, sin-

gend das Lob der Dame. Gieb, oNatur, daß ihr Herz sein Wünschenkröne! Gieb, holde Schöne rc.

3.Freund Troubadour! wisse, wasich begehre: du liebest nur den Froh-sinn und die Ehre; doch sage nur, obman auf Treue rechnen könne: dannfolgt die Schöne auch der Natur, hältLiebesschwur dem Troubadour!"

Aus Johann v. Paris, von Boieldieu.

S8». Brautjungferntted.

1. Wir winden dir den Iungfernkranzmit veilchenblauer Seide, wir führendich zu Spiel und Tanz, zu Glückund Liebesfreude! (Chor:) :,: Schönergrüner, schöner grüner Iungfernkranz,veilchenblaue Seide, veilchenblaue Sei-de! :,:

2. Lavendel, Myrt' und Thymian,das wächst in meinem Garten; wielang bleibt doch der Frekersmann? ichkann es kaum erwarten. (Chor:) Schö-ner, grüner rc.

3. Sie hat gesponnen sieben Jahrden gold'nen Flachs am Rocken, dasHemdlein ist wie Spinnweb' klar, undgrün der Kranz der Locken. (Chor .)Schöner, grüner rc.

4. Und als der schmucke Freier kam,war'n sieben Jahr verronnen; undweil er die Herzliebste nahm, hat sieden Kranz gewonnen. (Chor:) Schö-ner, grüner rc.

F. Kind. Aus dem Freischütz v. Weber.

Brautlied.

1. Kommt ein schlanker Bursch ge-gangen, blond von Locken oder braun,hell von Aug' und roth von Wangen:ei nach dem kann man wohl schau'n!

2. Zwar schlägt man das Aug' auf'sMieder, nach verschämter MädchenArt; do^h verstohlen hebt man's wieder,wenn's das Herrchen nicht gewahrt.