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Liederbuch des deutschen Volkes
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Kriegslieder.

301

hurrah, hurrah! Unser König, der istein tapferer Held, er geht wie ein Vo-gel wohl in das Feld, und der sollleben, und der soll leben, und der sollleben mit Hurrah!

2. BeiLeipzig war die große Schlacht,hurrah rc., die haben wir Preußen mit-gemacht, hurrah rc. Da flössen ja alledie Wasser so roth von lauter jungemFranzosenblut. Sie müssen sterben, siemüssen sterben, sie müssen sterben mitHurrah.

3. Ihr Mädchen, nehmt euch wohlin Acht, hurrah rc. daß man euch nichtzum Tambour macht, hurrah rc. Sonsthängt man euch die Trommel, Trom-mel an, und ihr bekommt am Endekeinen Mann. Ihr müßt schweigen, ihrmüßt schweigen, ihr müßt schweigenmit Hurrah.

4. Wer hat denn dieses Lied er-dacht? hurrah rc. das haben die lu-stigen Füsiliere gemacht, hurrah rc. Siehaben's gesungen, sie haben's erdacht,sie haben's ihrem König zu Ehren ge-macht, und der soll leben, und der sollleben, und der soll leben mit Hurrah!

Fliegendes Blatt von 1814.

»Sßt. Der schönste Tod.

1. Kein schön'rer Tod auf dieserWelt, als wer auf grüner Haide fällt!Auf grüner Haide schlafen, wennSchwert und Kugel trafen, dasnenn' ich süße Ruh', thät gern dieAugen zu!

2. Und zieht ihr heim in's Vater-land, wer fällt, zieht noch in schön'-res Land; des Heils kann sich vermes-sen, kann Welt und Glück vergessen,wer unter Blumen ruht, getränkt vontreuem Blut.

3. Und wer daheim ein Herz nochkennt, das treu sich und sein eigennennt, der denke dran im Streite, daß

Freiheit er bereite, zum Heil dem Va-terland, zum Heil dem Liebcsband!

4. Drum Bruder, rasch die Wehrzur Hand! den kühnen Blick zum Feindgewandt! laßt eure Banner schweben!ertrotzt vom Tod das Leben! Denn nuraus Sieg und Tod blüht Freiheits-morgenroth!

Karl Göttling. 1814.

«3». Der brave Tambour.

1. Die Preußen haben Allarm ge-schlagen, du schwarzbraun' Mädel, nunhilft kein Klagen, dein Tambour, derrückt in's Fels! Und als die Trom-meln zum Abschied klingen, am Fenstersteht sie, ihr Herz will springen, vielKugeln fliegen in die Welt! Und alsder HauptmannAugen links!" kom-mandirt, da hat er mit Macht seineTrommel gerührt; rum, rum, rototum,braver Tambour, sieh' dich nicht um!

2.Ihr Grenadiere, die Kugeln flie-gen, ihr Grenadiere, wir müssen siegen:unser Hauptmann und der ist todt!"Er schlägt die Trommel, er hat's ge-sprochen, da sind französische Carr«'sdurchbrochen, das Blut der Wundenfließet roth! Und der uns getrommeltin die große Schlacht, als Krüppel ha-ben wir ihn 'raus gebracht, rum rc.

3. Friedrich Wilhelm thäten die Lor-beern zieren, in Potsdam woll'n wirnun einmarschiren, die Herzen schlagennach Haus. Nun laßt die alten Gewehreblinken, unser Tambour soll vor unsallen hinken, viel Mädchen zum Fen-ster sehen 'raus! Die schwarzen Vögelvom Kirchthurm schrein: Wo mag un-serm Tambour seine Liebste sein? rc.

4. Der Zapfenstreich ist schon langegeschlagen, du braver Tambour, nunhilft kein Klagen schlug tapfer deinHerz im Feld! In voller Montur ister hingegangen, die Weiden über den