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XI. Scherz- und Schelmenliedcr.
Sterne. (Clwr-.) Heidudeldumdei, hei-dudeldumdei! den Bauch wohl gegendie Sterne.
2. Ein Amboß und ein Mühlenstein,die schwammen bei Cöln wohl überden Rhein; sie schwammen gar leise;ein Frosch verschlang sie alle beid' zuPfingsten wohl aus dem Eise. (Eher:)Heidudeldumdei, heidudeldumdei! zuPfingsten wohl auf dem Eise.
3. In Stralsund stand ein hoherThurm, der trotzte Schnee, Hagel, Wet-ter und Sturm, stand fest über alleMaßen; den hat der Kuhhirt mit sei-nem Cornu auf einmal umgeblasen, rc.
4. In Greifswald stand ein hohesHaus, da flog eine Fledermaus hinaus,da borst es in tausend Stücken. Dakamen eilftausend Schock Schneiderge-sell'n, die wollten das Haus wiederflicken, rc.
5. So will ich denn hiermit meinLiebchen beschließen, und sollt's auchdie ganze Gesellschaft verdrießen; willtrinken und nicht mehr lügen: in mei-nem Land sind die Mücken so groß,als hier die größten Ziegen, rc.
Fliegendes Blatt.
Das Häslein.
1. Gestern Abend ging ich aus, gingwohl in den Wald hinaus, saß einHäslein hinter'm Strauch, guckt mitseinen Äuglein 'raus. Liebes Häslein,was du sagst und so treulich zu mirklagst!
2. „Bist du nicht der Waidemann,hetz'st auf mich die Hunde an. Wenndas Windspiel mich erschnappt und derJäger mich ertappt, hält er mir dieBüchse her, als wenn sonst kein Häs-lein wär'."
3. ,,Wenn ich dann geschossen bin,trägt man mich zur Küchen hin, legtman mich auf's Küchenbrett, spickt den
Buckel wohl mit Fett, steckt den Spießvon hinten ein, ei wie mag so grobman sein!"
4. „Wenn ich dann gebraten bin,trägt man mich zur Tafel hin; dereine bricht mir's Bein entzwei, derandre schneid't sich ab sein Theil, derdritte nimmt sich's Allerbest'; laßt'seuch schmecken, ihr werthen Gäst'!"
5. „Ich armer Has', wie bin ichblaß, geh' dem Bauer nicht mehr in'sGras, geh' dem Bau'r nicht mehr in'sKraut, hab's bezahlt mit meiner Haut.Wenn es aber so soll sein, mag derTeufel ein Häslein sein!"
6. „Ich armer Has, das Maul istbreit und der Kopf sehr ungescheidt,lange Ohren und langen Bart, alswär' ich von Katzenart; wenn ich anmein Schicksal denk', thut es mich vonHerzen kränk'."
7. „Ein Schwänzlein hab' ich, dasist klein, wünscht' wohl, es möcht'größer sein; weil es nun nicht größerist, muß es bleiben, wie es ist; wennich an mein Schicksal denk', thut esmich von Herzen kränk'."
Volkslied, in verschiedener Gestalt.
ittLS Der alte Schimmel.
1. Zieh', Schimmel, zieh'! im Dreckbis an die Knie; schieb' dich fein indiesen Karren, wir wollen an den Neckarfahren. Zieh', Schimmel, zieh'!
2. Mein lieber Schimmel mein, dortlad' ich lauter Wein. Mein Schimmelgeht die Weinstraß' gern, hat's g'wißvon seinem Herrn, zieh', Schimmel,zieh'!
3. Adelich ist sein' Natur, er ist kein'Bauern-Gurr', er ist nit längst imKrieg g'wesen, und ist auf ihm einHauptmann g'sessen; zieh', Schimmel,zieh'!
4. Mein Schimmel ist kein Narr,