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Liederbuch des deutschen Volkes
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Xl. Scherz- und Schelmenlieder.

3.Mama, Papa! Sie wär'n schonlängst gestorben, hätt' Sie der Toddurch einen Kuß erworben! GesternAbend kam der Tod gewiß, als derPapa die Frau Mama so zärtlich hatgeküßt!"

4.Mein Kind, mein Kind, dueilst dem Tod entgegen; doch wünsch'ich dir den allerbesten Segen. Seifruchtbar und vermehre dich, und handleso, und wandle so, und handle so,wie ich!"/

Fliegendes Blatt.

LSßA-. Frühe Liebe.

1. Gretchen in dem Flügelkleide füh-let schon die größte Freude, wenn sieHänschen küssen kann; und schon denktsie: wie weit besser, war' ich groß undHänschen größer! Ja, so würd' ergar mein Mann!

2. Kaum fängt sich ihr Reiz zu he-ben , ihre Brust sich zu beleben undihr Haar zu schwärzen an : schnell suchtsie sich auszuschmücken, übet sich inMien' und Blicken, und was will sie?einen Mann.

3. Sie wird krank! Nicht Schmuckund Kleider, nicht Fresirer, Gold-schmied, Schneider sind mehr, was sieheilen kann: sie verseufzet Tag undNächte: ist denn nichts, was helfenmöchte? O ja wohl! ein Mann, einMann!

Weiße. Aus dem Dorfbarbier von Hitler.

Spinnerlied.

1. Spinn', spinn', meine liebe Toch-ter, ich kauf' dir 'n Paar Schuh'.Ach ja, meine liebe Mutter, auchSchnallen dazu! doch kann ich nichtspinnen, es schmerzt mich mein Finger,und thut, und thut, und thut mir soweh!"

2. Spinn', spinn', meine liebe Toch-

ter, ich kauf' dir 'n Paar Strümpf'.Ach ja, meine liebe Mutter, schönZwicklen darin! doch kann ich nichtspinnen, es schmerzt mich rc."

3. Spinn', spinn', meine liebe Toch-ter ! ich kauf' dir ein'n Mann.Ach,allerliebste Mutter, der steht mir wohlan! Ich kann auch schon spinnen; esschmerzt mich kein Finger und thut,und thut, und thut mir nicht weh//

Volkslied.

Verlorene Mühe.

1. Büble, wir woll'n ausse gehe,! wollen unsre Lämmer besehe, komm,

lieb's Büberle, komm, ich bitt'.När-risches Dinterle, ich geh' dir holt nit."

2. Willst vielleicht ä Bissel nasche,hol' dir was aus meiner Tasche; hol',lieb's Büberle, hol', ich bitt'!När-risches Dinterle, ich nasch' dir holt nit//

3. Thut vielleicht der Durst dichplage, komm, will dich zum Brünnetrage; trink', lieb's Büberle, trink',ich bitt'!Närrisches Dinterle, es dürst'mich holt nit//

4. Thut vielleicht der Schlaf dichdrücke, schlaf', ich jag' dir fort dieMücke; schlaf', lieb's Büberle, schlaf,ich bitt'!Närrisches Dinterle, michschläfert's holt nit//

5. Gelt, ich soll mein Herz dirschenke, immer willst an mich gedenke;nimm's, lieb's Büberle, nimm's, ichbitt'!Närrisches Dinterle, ich mages holt nit//

Aus des Knaben Wunderhorn.

Ein Lied vorn Freien.

1. Das Maidlein will ein'n Freierhab'n, und sollt' sie'n aus der Erdegrab'n für fünfzehn Pfenn'ge.

2. Sie grub wohl ein, sie grub wohlaus, und" grub nur ein'n Schreiberheraus für fünfzehn Pfenn'ge.

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