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Liederbuch des deutschen Volkes
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XI. Scherz- und Schelmenlieder.

4. Sie meint, ich sollt' sie nehmen;ich müßt' mich ihrer schämen.

5. Sie hätte hundert Gulden. DasMensch hat nichts als Schulden!

Norddeutscher Gassenhauer.

1«4L So sind sie!

1. Als ich einmal am Sommertag,hurrah, hurrah, hurrah! im grünenWald im Schatten lag, hurrah, hur-rah, hurrah ! sah ich von fern ein Mäd-chen stehn, die war ganz unvergleich-lich schön. Und alles, und alles, undalles mit hurrah! hurrah, hurrah, hur-rallerallera, hurrah, hurrah, hurralle-rallera! und alles, und alles, und allesmit hurrah!

2. Und als das Mädchen mich er-blickt, rc. nahm sie die Flucht in Waldzurück; rc. ich aber eilte auf sie zu,und sprach: ,,Mein Kind, was fliehestdu?" rc.

3. Sie sprach: ,Mein Herr, ichkenn' euch nicht, ich fürcht' ein Manns-bild-Angesicht; denn meine Mutter sagt'es mir: ein Mannsbild sei ein wildesThiers"

4.Mein Kind, glaub' du der Mut-ter nicht! lieb' nur ein schönes Ange-sicht ; deine Mutter ist ein altes Weib,drum hasset sie uns junge Leut'."

5. ,,,Mein Herr, wenn das dieWahrheit ist, so glaub' ich meiner Mut-ter nicht. So setz' er sich, mein schö-ner Herr, zu mir auf's Gras ein we-nig her."//

6. Ich setzte mich an ihre Seit', dawar sie voller Zärtlichkeit; ich drücktesie an Mund und Brust, da war sievoller Herzenslust.

7. Da kann man sehn, wie Mäd-chen ftin: sie geben sich geduldig drein!und stellt man sich ein wenig dumm,so fallen sie von selber um.

Aus der Sammlung von Erk u. Jrmer.

Die Auswahl.

1. Mädchen, willst du freien, soschicke dich dazu; so nimm dir einenSchuster, der macht dir knappe Schuh'.

2. Doch die Schusterweiber müssenLeder schneiden; lieber will ich ein'nPastor nehmen, trag' ich Sammet undSeide.

3. Doch die Pastorweiber dürfen sichnicht putzen; lieber will ich ein'n Amt-mann nehmen, fahr' ich in der Kutsche.

4. Doch die Amtmannsweiber müs-sen Butter waschen; lieber will ichein'n Fuhrmann nehmen, trag' ich'sGeld in Laschen.

5. Doch die Fuhrmannsweiber müs-sen Wagen schmieren; lieber will ichein'n Soldaten nehmen, kann ich bravmarschiren.

6. Doch die Soldatenweiber müs-sen's Brot weit holen; lieber will ichein'n Bäcker nehmen, hab' ich Brotim Ofen.

7. Doch die Bäckerweiber müssenButter schmelzen; lieber will ich ein'nSchlächter nehmen, ist mir die Wurstnicht selten.

8. Doch die Schlächterweiber müssenBlut auffangen; lieber will ich ein'nGastwirth nehmen, klapper' ich mit derKanne.

9» Doch die Gastwkrthsweiber müs-sen Bier auffüllen; lieber will ich einMädchen bleiben, hab' ich meinenWillen.

AuS der Sammlung von Erk u. Zrmer.

Für und wider.

1. Wenn ich die Blümlein schau',wünsch' ich mir eine Frau: selten blühteins allein, müssen beisammen sein;Blümlein der Au hat eine Frau.

2. Wenn ich die Böglein schau',wünsch' ich mir eine Frau: schnäbeln