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Liederbuch des deutschen Volkes
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Xl. Scherz- und Schelmenlieder.

verbrenne, Kyrie eleison! Bescheereuns auch allen en seliges Enne! Ky-rie eleison! Im Himmel da geht's lu-stig, das wißt ihr ja von je, Juch,Juchhe! rc.

Aus BüschingS u. v. d. HagenS Sammlung

deutscher Volkslieder.

1V8» Aussicht in die Ewigkeit.

1. O wie geht's im Himmel zu undim ew'gen Leben! Alles kann man ha-ben gnug, darf kein Geld ausgeben,alles darf man borgen, nicht sür'sZahlen sorgen; wenn ich einmal drin-nen wär', wollt ich nicht mehr herausbegehr'.

2. Fällt im Himmel Fasttag ein,speisen wir Forellen; Peter geht inKeller 'nein, thut den Wein bestellen;David spielt die Harpfen; Ulrich bra-tet Karpfen, Margareth backt Küch-lein gnug, Paulus schenkt den Weinin Krug.

3. Loren; hinter der Küchenthürthut sich auch bewegen, tritt mit sei-nem Rost Herfür, thut Leberwürst drauflegen, Dorthe und Sabina, Liesbethund Kathrina, alle um den Heerd'rum stehn, nach den Speisen sie auchsehn.

4. Jetzt woll'n wir zu Tische gehn,die beste Speis zu essen, die Engelum den Tisch 'rum stehn, schenkenWein in d' Gläser. Sie thun unsLnvitiren, der Barthel muß transchi-ren, Joseph legt das Essen vor,-cilia b'stellt ein Musikchor.

5. Martin auf dem Schimmel reit', jthut fein galoppiren, Blast hält die!Schmier bereit, thut die Kutschen!schmieren, wären wir ja Narren, wennwir nicht thäten fahren, und thätenalleweil zu Fuße gehn und ließen Roßund Kutsche stehn.

6. Nun adje, du falsche Welt, du >

thust mich verdrießen, im Himmel mires besser g'fällt, wo alle Freuden fließen.Alles ist verfänglich, und alles ist ver-gänglich! wenn ich einmal den Him-mel hab', hust' ich auf die Welt herab.

Volkslied aus deS Knaben Wunderhorn.

Die himmlischen Freu-den.

1. Nach Kreuz und ausgestandnenLeiden (Chor:)Ja!" erquicken unsdes Himmels Freuden (Chor:)Ja!"Drum laßt uns eins singen (Clor:)Ja!" von himmlischen Dingen, (Chor:)Ja!" die jeder zu kosten einst kriegt,so wie er den alten Adam ausziegt.(Chor:) Die jeder rc.

2. Wir führen ein englisches Leben,und dennoch ganz lustig daneben, wirtanzen und springen und hüpfen undsingen, Sanct Peter im Himmel siehtzu und streichet die Fiedel dazu.

3. Johannes ein Lämmlein auslas-set, Hcrodes der Metzger drauf passet;gebratene Lauben, ihr könnt es unsglauben, die fliegen in's offene Maul,wer da nicht aufpasset, ist faul.

4. Sanct Lucas den Ochsen thutschlachten, ohn' einiges Bedenken undAchten. Der Wein kost't kein' Hellerim himmlischen Keller, die Engel, diebacken das Brot, und Bretzeln, aufjedes Gebot.

5. Gut' Kräuter von allerhand Ar-ten , die wachsen im himmlischen Gar-ten, gut' Erbsen und Möhren, mankann's auch nicht wehren, die Spar-geln so dick wie ein Bein, Artischockenwie Köpfe so klein.

6. Gut' Apfel, gut' Birn und gut'Trauben, der Gärtner thut alles er-lauben, willst Rehbock, willst Hasen?auf offener Straßen sie laufen zurKüche herbei, auf, wetze dein Messernur frei!