Geistliche Lieder.
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der Herr Zebaoth, und ist kein anderGott/ das Feld muß er behalten.
3. Und wenn die Welt voll Teufelwär', und wollt' uns gar verschlingen,so fürchten wir uns nicht so sehr, essoll uns doch gelingen: der Fürst die-ser Welt, wie sau'r er sich stellt, thuter uns doch nichts, das macht, er istgericht't, ein Wörtlein kann ihn fällen.
4. Das Wort sie sollen lassen ftahn,und kein Dank dazu haben. Er ist beiuns wohl auf dem Plan mit seinemGeist und Gaben. Nehmen sie denLeib, Gut, Ehr', Kind und Weib:laß fahren dahin, sie haben's kein Ge-winn, das Reich muß uns doch bleiben.
Martin Luther, 1530, nach dem 46. Psalm.
LIOL. Ein Kinderlieb widerdie zween Erzfeinde.
1. Erhalt' uns Herr bei deinemWort, und steur' des Papst's und Tür-ken Mord, die Jesum Christum dei-nen Sohn wollen stürzen von deinemThron.
2. Beweis' dein' Macht, Herr JesuChrist, der du Herr aller Herren bist,beschirm' dein' arme Christenheit, daßsie dich lob' in Ewigkeit.
3. Gott heil'ger Geist, du Trösterwerth, gieb deinem Volk einerlei Sinnauf Erd', steh' bei uns in der letztenNoth, g'leit' uns in's Leben aus demTod.
Martin Luther. 1512.
Fest-Danklied.
1. Nun danket alle Gott mit Her-zen, Mund und Händen, der großeDinge thut an uns und allen Enden,der uns von Mutterleib und Kindes-beinen an unzählig viel zu gut undnoch jetzund gethan.
2. Der ewig reiche Gott woll' unsbei unserm Leben ein immer fröhlich
Herz und edlen Frieden geben, unduns in seiner Gnad' erhalten fort undfort, und uns aus aller Noth erlösenhier und dort.
3. Lob, Ehr' und Preis sei Gott,dem Vater und dem Sohne, und dem,der beiden gleich, im höchsten Himmels-throne, dem dreimaleinen Gott, alsder ursprünglich war, und ist und blei-ben wird jetzund und immerdar.
Martin Ninckart, um 1636.
1L1VS. Das Kind der neuenZeit.
1. Fern in Osten wird es helle,graue Zeiten werden jung; aus derlichten Farbenquelle einen langen tiefenTrunk! Alter Sehnsucht heilige Ge-währung, süße Lieb' in göttlicher Ver-klärung !
2. Endlich kommt zur Erde niederaller Himmel sel'ges Kind, schaffendim Gesang weht wieder um die ErdeLebenswind, weht zu neuen, ewig lich-ten Flammen längst verstiebte Funkenhier zusammen.
3. Überall entspringt aus Grüftenneues Leben, neues Blut; ew'gen Frie-den uns zu stiften, taucht er in dieLebensflut; steht mit vollen Händenin der Mitte, liebevoll gewärtig jederBitte.
4. Lasse seine milden Blicke tief indeine Seele gehn, und von seinem ew'-gen Glücke sollst du dich ergriffen sehn.Alle Herzen, Geister und die Sinnen,werden einen neuen Tanz beginnen.
5. Greife dreist nach seinen Händen,präge dir sein Antlitz ein, mußt dichimmer nach ihm wenden, Blüte nachdem Sonnenschein; wirst du nur dasganze Herz ihm zeigen, bleibt er wieein treues Weib dir eiaen.
6. Unser ist sie ^.un - oorden, Gott-