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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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I. periofl. l. Cax,. Von den Lehrern.

sty auf dem Berge Calvariä an dem Orte, da unserHeyland nachmahlen gecreutziget worden / begra-ben ; wie dann auch auf seinem Grabe der Baum,woraus man das Creutz Christi verfertiget, soll ge-wachsen seyn. m) Andere geben ihm sein Begräbniszu Hebron, woselbst nachgehendes auch die PatriarchenAbraham, Isaac und Jacob begraben worden, undsoll Hebron wegen dieser vier daselbst ruhenden Män-ner Ixiriarh Ärba, oder Vier-stadt geheißen haben; n)da doch solcher Nahme vielmehr von Arba einemNachkommen des Riesen Enacks herzuleiten, o)Die Juden träumen, daß der Stab Mosts von demBaume gewesen, welcher auf Adams Grabe gestan-den, und von Sech soll seyn darauf gesetzt gewesen, p)Der Person und Gestalt nach, wird man sich leichtbereden , daß Adam nicht übel ausgesehen, mästenGOttohne Zweissel auch dem Leibe nach was vollkom-menes an ihm gebildet, welches man auch nach demFalle noch vielfältig wird bemercket haben. Daß eraber vor dem Falle durchsichtig gewesen, ist eine Qstrnere solcher Leute, die ihre Gründe aus ihrer wunder-lichen Einbildungs - Krafft herzunehmen pflegen, cstSeine Temperatur mag sanguinisch gewesen styn, da-her er leicht zu bewegen gewesen. Er ließ sich alsosein Weib ohne viele Umstände, wie es scheinet, zu derschädlichen Nascherei) verleiten, kroch aber auch her-nach um desto williger, wie man redet, zum Crcntze,daß er nicht nur der himmlischen Veruffung folgere,und sein Vertrauen auf den verheißenen Weibes-Saa-men setzte, sondern sich auch bey seinem zeitlichen undlangwierigen Elende sehr demüthig und geduldig er-wiest, welches alles aus der Historie desselben in derSchrifft gar leichtlich zu ermäßen. Es ist also wohlnicht zu zweifeln, daß er seelig worden, welches sonstdie Eucrariren widersprochen, z Siehe die Kirchen-Historie N- Tcstam. 8ec. II. c. lV.r)

Gleichwie auch Adam vor dem Falle ein Bild dergöttlichen Weißheit gewesen: also ist kein Zweifel, eswerde auch nach dem Falle gar vieles von derselbenübrig geblieben seyn, ohngeachtck solches freylich nurals Brocken und Reliquien anzusehen gewesen- Dielangwierige Erfahrung seines Lebens Hat ihn» auchmanches gclebret; wie ihm denn die Gnade der Er-leuchtung und göttlichen Offenbarungen bey seinemgottscelig geführtem Leben nicht mag abgesprochen wer-den. Inzwischen kau man nicht vor anriß sagen,welches doch einigen sehr wahrscheinlich" düncket, 5)

m) külk. 8-I8üIV8In cüS. voc. 8-Ua^NV8 sn-

n,1. 1-.I. p. 225. Onnf. OXIO8NL81N blstcb. XXV.

N^8IV8 in übro 4e pzsüone vomini. ei^XI^N V8 in lernnresurrecst. ^VOV8Hb,v8 term. 71. ^bIS808IV8 üb. 5.rp. 19- -r»KOktt7'^c'rV8 i« bl-rrb. XXVII. blsrc.xv.I-nc. XXI!!. kuXKXIV8 super. Oen. üb. 7. c. 4. n) Vist.HIL^Oiei-b4V8 in rr.cüri<n>ibiii in Oenekin. 0) los. XIV, 15.k>) 8 8 I. c. 9 ) Oonf. LV.VlVNO VI0XIN8ON in pbv-

Lca vereri S- Vers p. 162. k) Oonf. 8sp.X, 2. Näl^läs^88Xc8bIl)8st U. 8. V. 1-. 3ec3k. I. cüstcrk. Z. ss. 7Z. IO. ^8-LkX'r. k.48X10 V3 in coä. pseuliepißrspb. V.-sey. 4üi.') 8888. 84VUWOIV8 in prociromu bist. Ütr-rZr. üb. I.

6. 10. VO 8IV3 in 4ntt»rcbo üb.I. c.9. OVId. NlLLVI.8 ä« ückeri, inuenrii.

daß er die Hebräischen Buchstaben und Puncte erfun-den ; vielweniger ist von den Schafften, welche ihmdie Onollic, angedichtet, und auch von einigen Judenund Muhammedanern angenommen werden, r) waszu Halte«. Solche sind

I. üiber cle 6I!»bus 4<l2e.

2..8ibcr rcueluiionis 4,1-ie. Dieses soll ihw, Nach den JÜdh

schrn Fabeln, dec Engel kiriel, so Adams Lehrmeister

gewesen, communiciret haben,z. 8>ber cle poenicencis 4lise.

4. Einige Gesänge, und darunter auch der XOll. Psalm. Scc. »)

Man nennet auch einige Bücher Evä, als ihreProphcccyung, und ihr Evangelium, welche aber nichtmehr Glauben, als die vorhergehenden des Adamsfinden können, x)

8L7'»

Gebühren-wiio mi,n<ü izo. stirbt 1042.0^912. Jahr.

Seine Eltern Adam und Eva empfingen ihn zumTrost anstatt ihres ermordeten Sohnes Abels; wiedenn Eva, da sie ihm den Nahmen beylegte, aus-drücklich sagte: G(!)tt hat mir einen Zandern Saa-men geferzt für Havel, den Lain erwürget har^ zz)aus welchem zugleich die Bedeutung des NahmensSetl) kan abgcmercket werden.

Er wird ein Sohn Adams genennet, der seinemBilde ähnlich gewestn, oder eigentlich, den Adamin stimm.-e und Gleichnisse gebühren, r- wo-durch zuvorderst freylich nichts anders, als die natür-liche und sündlichc Geburt des Sechs angedeutet, doch,meines Erachtens, auch nicht unrecht bemcrckct wird,daß Sech so wohl dem Leibe, als Gemüthe nach demAdam nachgeschlagen, und folgendS auch dessen gutenLehren und Anführungen gehorsam gewesen. Daherer nicht, wiewohl viel andere Kinder Adams gethanhaben mögen, zu den Cainiken übergegangen, sondernvielmehr das Geschlecht der Frommen, welche nach-mahls Rinder GDcres genannt worden, fortge-pfiantzct hat.

Es ist kein Zweifel, daß er ein grosser Lehrer seinerZeiten gewesen, Massen von selbigen seinen Zeiten, nach-dem er seinen Sohn Enos gezeuget, merckwürdig gc-saget wird, daß man darinnen angefangen vondes HErrn Nahmen zu predigen, s) oder, wiees auch gegeben werden kan, in dem Nahmen desHErrn anzuruffen, oder, sich nach dem Nahmen desHErrn zu nennen, b) Man wird leicht ermäßen, daßauch vorhin der Gottesdienst durch predigen und An-russung des HErrn beobachtet worden: Sethaber,als ein Mann voll göttlichen Eifers, wird es sonder-lich in Schwang gebracht, und das Häuflein derFrom-men erwecket Haben, daß mehr Ernst und Andacht,sonderlich in den öffentlichen Versammlungen gespü-ret worden, c) Daß

k) 10. kjOr-riA6ÜN.V8 bist. orienr. Iib.I. p. 22.

u) 8V886IV8 NI8X8blLLX6IV8 cle ciriß. 8cripr. 8. üb. 2.c.iz. x) Vj<i. IO 4NOX. 80Hb1II)IV8 in kleusto rest,-menro verein, p. 6. sec><^. IO. 4868X1-. 848XIOIV8 in co«cüce pkeuciepißfLpbo V. 1. p. fZ. tc^cj. XIOU. 8Ib10N.ii>bist. crit. V. L. p. 47. 7) Oen. IV. 25. r) Oen. V. Z.

s) 0-n. IV. 26. b) Oonf. b. 8VOO8V8 in II. 8. V.1Y.k«,-. i.seÄ. i. L.;8. c) Oonf. vt'OükOärrO k«./INAV8in scüol» sticrikc. 4ist>nr, II, F. HI.