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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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Kirchen-Historie Altes Testamentes

Daß Sech nebst der Gottseeligkeit sich auch ande-rer Künste und Wissenschafften beflissen , meldet dieheilige Schrifft nicht, kan aber deswegen wohl gesche-hen seyn; wie denn die Nothwendigkeit erforderte, denHimmels-Lauffund andere natürliche Dinge zu unter-suchen. Doch, die zwey Säulen, darauf er seine astro-logische Wiffenschafft soll gegraben haben, gehörenohnstreitig unter die Fabeln, ohngeachtet sie losr-r»v; ä) vor gar gewiß ausziehet und erzehlet, daß dieeine von gehauenen, die andere aber von Ziegelsteinengewesen, in der Absicht,-, wenn die Welt, nachAdams Propheccyung, mit Wasser überschwemmetwürde, die Säule von den gehauenen Steinen, gieri-ge sie aber mit Feuer unter, die Ziegelsteinerne Säu-le übrig bleiben möchte. Ja, rosri-uvs will die bei-nerne Säule noch selbst in Syrien gesehen haben.

Von gleichem Calibcr sind die Bücher Sechs undder Serhiren, davon in derRirchen-Historie bleuesTestaments 8ec.il. cap. IV. etwas gedacht wird, undnoch andere nachgesehen werden können, e-M 08 oder L 808 L».

Gebohren -mno munäi 2Z5. stirbt 1140. alt 905. Jahr.

Daß er ein Sohn 5^« gewesen, ist aus dem vor-hergehenden bekannt. Sein Nahme heissek so viel, als«in rödrlich oder äusserst Elender, und da der Menschdurch den Fall ein solcher geworden, so heisset auchLirorcu im Hebräischen so viel als N 7 " jch. Manmercket hieraus, daß das Elend der Menschen damah-len in der Familie Seth sehr tief muß seyn eingesehenund empfunden worden. Nachdem er zu seinen mäim-lichen Jahren gekommen, hat er die Kirchen-Verbesse-rung, welche sich bey seinen GeburkS-Zeiten angeho-ben, obnezweifel fortsetzen helffcn. Einige wollen zwarum selbige Zeiten anstatt der Verbesserung den An-fang der Äbgötterey finden, weil sie das Wort t)welches billiaer übersetzet wird: man fieng an; durch:man entheiligte; geben wollen, welches aber mit kei-nen tüchtigen Gründen kan erwiesen werden- g)

oder CälNäN.

Ein Sohn Lnor, gebohren awnäi, zr6. stirbt

irz5- alt 910. Jahr. K)

Sei:: Nahme kan entweder einen, der etwas besi-tzet , oder einen, der etwas sehr beklaget, andeuten.Da nun gewiß, baß man die Nahmen den Kinderndamahls mit gutem Vorbedacht, und zu sonderer Be-deutung gegeben, so hat man im erstem Fall ohne Zwei-fel auf die Besitzung der Verheißung und des Glau-bens, im andern aber auf den BeklagungS-würdigenZustand der Menschen gesehen.

Ein Sohn Kenan, gebohren »nno munäl, Z95.stirbt 1290. alt 895. Jahr. i)

6) -^nriquic-r. Inclsic. lib. I. c. z. conf. I>LHLIV5 proäromo bik. litter. lib.I. c. Z. kLIU. 0^14.

^IV8 ljemonkrrr «u,rix. prop. IV. c. 2 . e) 8PIkN^I4IV8baersü ZY. 40. OLVKL8V8 in ,nn,l. I-^^KLL. t. c. IO.>I>8. k^SlULIV! in cas. plenclepißriipko V.l'. num.z5.48.

bibliorbec, 5»c. V. 1°. ttk1l)L66Kl^V8 kik.^rcrisrcb» k) 6en.IV,. A) b. 8VOOLV8 l, c. lr) Leu.

V, 9.12. tZ. 14. i) Ib. v. 12. ix. l6.17.

Sein Nahme heisset so viel, als einer der denHErrn lobet.

I^KLv.

Ein Sohn Mahalaleel, gebohren -»nno munäk, 460.stirbt 1422. alt 962. Jahr. K)

Sein Nahme bedeutet einen Beherrscher, womitder Vater vielleicht auf die Beherrschung der Begier-den seine Absicht genommen.

NLNOcn.

Ein Sohn Jared, gebohren anno mun<li 622. fährtgen Himmel, 987- alt Z65. Jahr.

An diesem Manne (dessen Nahme so viel als einGewiedmerer oder Geweihecer heisset, weil ihm derVater ohnzweifel aüf besondere Art GOtt dem HErrngewiedmet,) ist sein sonderbares Leben und sein son-derbares Ende zu mcrcken. Sein Leben muste von demLeben anderer auch frommer Leute seiner Zeit sehr un-terschieden seyn, weil ihm der H. Geist das Zeugnißgiebet, daß er ein göttlich Leben gefuhrer, oder,wie es nach seinerSprache genauer lautet: Er wan-delte mit GDtt, »der nach GOrr, oder vorGGtk. I)

Weil nun sein Leben solchergestalt schon hier aufErden gantz Himmlisch war, so nahm ihn GOtt hin-weg, und ward nicht mehr gesehen, m) das ist, GOttversetzte ihn, und zwar frühzeitiger, als damahls nachdem Lauffe der Natur gewöhnlich war, in denHimmel,ohne daß erden zeitlichen Tod hätte sehen dürffen. n)

Einige Juden scheuen sich nicht, ihn vor einen un-beständigen und gottlosen Mann auszugeben, welcherdahero auch vor der Zeit durch den Tod wäre Hinweggenommen worden, welches aber dem Wort-Verstan«de gantz offcnbarlich zuwieder lauffet. 0) Die Papi-sten wollen ihn mit Gewalt zu einem Mönche ma-chen, p) ob ihre Meynung gleich nach den Umstan-den damahliger Zeiten so ungereimt ist, daß man nichtnöthig hat dieselbe zu wiederlegen.

Übrigens sind etliche, welche ihn vor einen trcflichen^lkrologum und Lrsmmsricum ausgeben. Das erste-re thun sonderlich die Juden, welche ihm die erstenastronomischen Bücher und die Einschaltung des Jah-res zuschreiben, g) Znm Beweise des andern ist dasHenochifcke Alphaberh zum Vorschein gekommen,davon ein Venetianischer Priester, Nahmens zvsvs?!-E einige Buchstaben heraus gegeben ; >-e-

coi:v5 »orrävxni'VLz »rkvvkuv? aber Hat ein ander Al«phabeth von 6g- Buchstaben anS Licht gestellet, wel-ches doch eben, wie das vorhergehende, unter die un-nützen Gedichte gehöret, r)

Aus diesem ist auch leicht zu schließen, was von denBüchern Henochs, der bey den Sabäern und Mu«hammedanern Lärir heisset, zu halten. Man theilet

diesel«

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li) u>. 's. 15. 18- 19. 20. I- Ibitl. V. 22. 2Z. 24. m)lbiä. v. 24. Hebe. XI, 5. n) 8irsc. XI.IV, 16. XblX, 16.0) k. 3 VVVLV 8 l. c. p. IZO. ttl-lvk.OOL^VZ in IM. p,-criirck. k. I. exereit. 9. p) I^L. SOV 1 .VVLlV 8 -cclep. snr«lexem lib.I. c. 14. c>) I-ib. Iuck,s. iol. IZ 4 > 10 . 8Lbvk-

eiV8 ä« »nno ciuili SL cLlenärr. v,r. ecclel'. 1 uä,ie«e» r) Viä.mO.VtLS L^diQlVS in coelo oricnkii x. 104.