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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
Entstehung
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I. ?crio6. I. (lap. Von den Lehrer»».

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dieselbe in prophetische / historische und astronomische,! r.re er sich zu Erhaltung des menschlichen Geschlechts...ch - weil ein Weib zu nehmen / mit welcher er z. Söhne Sem,

und findet hin und wieder viel Aufhebens davon, .. ...,es aber überall auf ein vortnfliches Nichts hinauslanffet/ so mag sich die übcrflüßige (lunotität bey an-der», vergnügen. 5) Die Weissagung Henochs inderEpistel Judä im 14. und 15. Vers ist ausser Streitdas gewisseste / so von ihm hintcrblicben.

ein Sohn Heuochs / gebohrcn -nna mun<»! 687-stirbt 1656. alt 969. Jahr.

Wie die Zeit - Rechnung lehret/ so ist er der ältesteMensch gewesen / und kurtz vor der Sündfluth gestor-ben. r) Sein Nahme scheinet ihm aus prophetischenGeiste feines Vaters Henochs beygeleget zu seyn/ undkau so wohl von Austreibung als Schickung desTodes feinen Ursprung nehmen. Die Austreibungdes Todes zielet auf Henochs Himmelfahrt / dieSchickung oder Sendung desselben aber auf dieSund-Fluch.

Ein Sohn Methusalah, gebohrcn -mno munä! 874,stirbt r6;r. alt 777. Jahr. u)dlOä».

Ein Sohn kamechs, gebohren ,no inukxll ro;6.stirbt 2206. alt 950. Jahr.

Bey seiner Geburt sprach sein Vater: Der wirduns trösten in unserer Mühe und Arbeit auf Er-den / die der HErr verflucht hat. Sonst kommtftin Nahme von ni» er hat geruher, und hatsonder Zweifel auf den Trost der Ruhe durch den ver>sprochenen Wcibes-Saamen im Glauben gesehen^

Es hatten auch die gottseeligen Patriarchen um sovielmehr Ursach/ sich mit dein Troste des versproche-nen HeylandeS und seiner Hülffe aufzurichten / weilbey dem verderbten Zustande der Grund- bösen Weltnichts als Jammer und Hechelnd vor ihren Augenschwebten.

Absonderlich ward die Gerechtigkeit liebende SeeleZIoe durch die Boßheit der damahligen Menschen be-trübet und gcplaget/ welches auch ohne Zweifel dieUrsache gewesen/ warum er sich so spat/ und erst inseine»»» fünff Hunderten Jahre verheyrathet, »veil er sa-he/ wie alle Welt den Wollüsten nachhieng, und derSaamcu der Frommen mit dein Saamen der Gott-losen durch fleischliche Begierden vermischet wurde/freyere und sich freyen liesse. Er wolte ihnen nemlichbedeute», / daß man nicht/ seinen Reitzungen ein Ge-nügen zu thun / auf Erden wäre, sondern der Gerech-tigkeit und Heiligung nachzustreben» Nachdem er aberdurch sei» Erempel bey dein unartigen Geschlechtenichts auszurichten vermochte/ und ihm der Untergangder Welt von GOtt war offenbaret worden / retülui-

r) IOÜV8 l.Vl)Ot.?»jV5 kiü. sekbiop. »>b. z. c.4. A inLowmcnt. in lrik. sckkiop. p. Z47. »O. ULUK.

^V8 in inner.». <li»zi. I. p 9.4- SOVI>l)VLlV8 in ec-

eles. snre lexem lik I. c. 14. IO. .^».ö. r.-,vT»LIV8 in co^.pseullepißerp»,. V. 1?. ^.,79. le^q. OtelLLickS Iiomil.28. inUum. I»6lllL60LicVL in tiik. prrrirrclr. p. I. e»ercicrr. io.

kt üm.v, 21.22. 2Z. 26. -7- ») lbichv. 25. 28, 29. zo.

Hain und Iaphet zeugeke/ x) die er folgende / nochvor der Sündfinkh / init Weibern versorgete,

Indessen unterließ fTfoerh nicht/ als der Predigerder Gerechtigkeit, 7) vor der Sündfluth den gottlo-sen Sündern Busse zu predige»»/ und bey Auskleidungderselben den bevorstehenden Zorn GOttcs anzukündi-gen. Wie es aber in Wind geschlagen worden / unddie Sündfluth über die Welt gekommen/ wird untenim V. Capitel umständlicher angezeiget werden.

Hier mercket man nur kürzlich, daß fIcmh / alsein frommer Mann,und ohne Wandel und der eingöttliches Leben zu seinen Zeiten führere, Gnadefür dein HErrn gefunden, daß er nebst feinem' "e erhalten ward. r) Denn er ehrere GGcrdurch den Glauben/ und bereitere die Arche zumHeil seines Hauste, da er einen göttlichen Befehleinpfleng von dein / daß man noch nicht sahe/durch we!cl>en er verdannnte die Welt / und er-erdete die Gerechtigkeit / die durch den Glaubenkömmt, a)

Wie sein Glaube und seine standhaffte Gedulk Zeitwährende»» Wassr der Sündfluth gcprüftt worden/ist leicht zu erachten. Er schwebete mit seinem Hau-se und mit den Thieren der gantzen Welt / die in demKasten erhalten worden / verschlossen und verlasse»»/ohne Steuer und Ruder/ fast ein halbes Iaht / überden Höchsten Spitzen der Berge, und wüste nicht/wenn es ei» Ende nehmcn würde. Doch da er sichfest an die göttliche Verheißung hielt/ gedachte GOttseiner und alles dessen/ was bey ihm in dem Kastenwar/ wie unten soll erwähnet werden, daß sich derKasten bey verlauffendcm Wasser auf dem GebürgeArarat / oder Armeniens nicdersenckete , b) worausfJoah lucht abnehmen konte/ daß er mit seiner Fahrtan den erwünschten Port gekommen.

Indessen muste er noch über ein halbes Jahr in demKasten bleiben / bis das Gewässer gäntzlich vertrock-nete, da er denn nach göttlichem Befehl sich aus demKasten, und sonder Zweifel auch vor» dem Gebürgeherunter machete. c) Das erste, was man weiß, daser vorgenommen, war die Aufrichtung eines Altars,auf welchem er GOtt von allerley reinem Vieh Opf-fer brachte, wobey er GOtt vor seine Erhaltung herz-lich danckete, und ihn eifrigst anrief, daß er derglei-chen Sündfluth nicht mehr auf Erden kommen lassenmöchte. Daß dieses aber also geschehensiehet manaus der Würckung. Denn GOtt roch den lieblichenGeruch, und sprach in seinem Hertzen : Ich willhinforr nicht mehr die Erde verfluchen um derMenschen willen rc. 6)

GOtt der HErr belegte hierauf Noah und seineNachkommen aufs neue mit dem Seegen der Frucht-barkeit,

x)6en.V,Z2. 7) 2.?«,.!!. 5. r ) 6-n. VI, 9. 8-»8-VII, I. ,) k'ebr.XI, 7. b) c-en.Vlll, l.le^. lc^erkivr»nliquir. Iu6-ic-r. »ib. io. c) 6-n.VIII, 5. scqq. c>) Ibi^.v.20. con 5 . VOI.kk<Z. kLL« 2 lV 5 ü» KK0I1 ücrik-cwk. Oih>.z, F.44. 45.

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