I. ?enost. I. Von den Lehrern.
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Denn in solcher Zeit war Isaac gleichsam todt inseinen Gedancken, am dritten Tag« aber ward er ihm/so zu reden, wieder lebendig. Christus, nachdem erwahrhafftig auf dem Altare des Ereutzcs gcopffcrt,worden/ stund am dritten Tage wieder auf von denTodten.
Endlich kan man auch ander leiblichen Ehe Isäacsmit Rebecca und der Geheimnis - vollen geistlichenEhe Christi mit der Gemeine y) allerhand Aehnlichkeit finden. Dem Isaac ward seine Braut durch seinen und seines Vaters Knecht zugeführek: also wirdChristo seine Braut/ die Gemeine, durch die Dieneram Worte zugeführet. Rebecca, nachdem sie un-terschiedene Gcschencke von dem Knechte Abrahamsempfangen hatte, war alsofort willig sich ihrem Bräu-tigam zuführen zu lassen; die geistliche Braut Chri-sti, wenn sie die Freundlichkeit ihres Bräutigams inder vorlauffenden Gnade geschmecket, eilet ihr bishe-riges Wesen zu verlassen, und ihrem Bräutigam zu,folgen, a) Rebecca ließ sich von dem Cameele aufdie Erden, und verhüttete ihr Angesicht, als ihr Isaac,ihr Bräutigam, begegnete, wodurch sie ihre Demuthbezcugete, und ihn vor ihren Herrn erkannte; die geist-liche Braut bethet Christum, ihren Bräutigam als ih-ren Herrn und König an, b) u. s. m. c>
XX.
Wie ist Jacob als ein Vorbild Christianzusehen?
IAcob ließ sich die lange und beschwerliche Knecht-schasst um Nabel gefallen, weil er sie so lieb hatte ; 6Christus hat aus Liebe zu seiner Braut, der Gemei-ne, KnechtS-Gestalt an sich genommen, Jacobhatte durch seinen Hirten-Flciß zwey Heere zusammengebracht; f) Christus als der grosse Hirte derSchaafe hat sich durch sein Verdienst aus Iüdenund Heyden eine Hecrde erworben. l>) Jacob Hielteinen harten Nachc-Kampff mit GOtt, und erlangete.nachdem er überwunden, den Seegen. i) Christuskämpffete des Nachts im Oel - Garten K) mir derGerechtigkeit und dem Zorne GOttes, und erlangteals Überwindet den Seegen vor alle rechtschaffeneIstaeliten, oder GOrres - Rampffer, das ist,di*Gläubigen. I) Jacob hatte zwölst Söhne, als dieErtz-Vater des Jüdischen Volcks; Christus hinter-ließ zrr öl ff Apostel als geistliche Ertz-Väter seinerGemeine, aus deren Lehr - Grund sie erbauet wor-den, m) u. s. m. n)
XXI.
Wie ist Joseph als ein Vorbild Christianzusehen?
V)Lxhes.V, 25-Z2. r) l.eor.IV, 1.2. 2-Lo,. V, 20.XI, 2 . ,) Lonf. klilrii, XI.V, II» l>) Idlä. vest 12. c ) O.M.'ecu. U/ILioiVS loc. cic. x. 1,5. -j) ci-a. XXIX, 20.ttos.XU, 1;. e) rNNiss.II, 7. Lpdes.V, 25. k- «en. XXXII.
ro.
Von diesem ist bekannt, daß er sich erstlich in einen»erniedrigten, und nachgchrnbS in einem erhöhetenStande befunden ; Christus erniedrigte sich selbst,und ward sodcnn erhöhet. «?) Iu beyden Ständenfinden sich Achnlichkeiten zwischen Joseph undChristo-
Von dem Stande Her Erniedrigung zu reden.Joseph war schön und Hübsch von Angesicht; p viel-mehr ist Christus nach seiner geistlichen G.stalt derallerschönste, u) welche Schönheit er seiner Gemeinemittheilet, r) Joseph besaß eine grosse Klugheit undWeisheit, daher ihn auch Pharao den Ausleger derHimmlischen Dinge, oder wie es in der OeutschenÜbersetzung stehet, den heimlichen Rath benenne-te; 5 ) in Christo liegen verborgen alle Schatze derWeißheit uud Erkänntnüß. r) Joseph ward vonseinen Brüdern gehasset und verfolg t; e.). dieß thatenChristo seine Bruder nach dem Fleische, nemlich dieIüden- x) Joseph ward von seinem Vater zu sei-nen Brüdern geschickt, sich ihres Zustandes zu erkun-!digen, wobey er sich so willig finden ließ, daß er demVater antwortete: Hie bin ich; y) Christus wardvon seinem himmlischen Vater in die Welt gesandt,die Wohlfahrt seiner Brüder, als der verlobrne»Schafe von, Hause Israel, r) zu suchen, wozu ereinen so fertigen Gehorsam bezeugete, daß er sprach:Siehe ich komme: deinen willen, mein GC)tt,thue ich gerne, s) Joseph ward um zwantzig,Christus um dreyßig Silberlingc verkaufft. t>) Io-,seph überwand die Versuchung des unkeuschen Wei-bes Potiphars; c) Christus triumphirete über dieVersuchung des unreinen höllischen Geistes, <l) Jo-seph hatte in seinem Gefängnüsse, darein er durchfalsche Anklage kam, zwey Ubelthäter von dem Köm-glichen Hofe zur Gcsillschafft, von welchen der eineGnade erlangete, der andere aber sterben musie; e)Christus ward durch die Verleumdung seiner Feindezwischen zweyen Ubelthätern gecreutziget, davon dereine festig, der andere aber verdammet ward. f)
Bey dem Stande der Erhöhung finden sich fol-gende Achnlichkeiten mit Christo. Joseph ward ausd m Gefängnüsse befrcyet, und zn e^r höchsten Ehrein Egypten befördert; o) Christus brach aus denBanden des Todes zu seiner Erhöhung Pharao ließvor Joseph ausrüsten: Abrech! welches eine Er-munterung zum Kniebeugen b deutet, in deutscherÜbersetzung aber: der ist des Landes Barer; gege-ben worden; l,) vor dem Nahmen JEsir sollen sichalle Kniebeugen derer, die im Himm-l, aufErdcnundunter der Erden sind. i) Joseph rkannte seine Brü-der, ehe sie ihn erkannten, K) erkennen aber heißet
in der
0 ) kk.lipp II, 8 . 9 . p) Oen XXXIX, 6 . q) ? 5 .XI.V, z.Lsne. l, 16 . r) kpt,« 5 . V, 27 . 5 ) 6 en. XI I, Z 8 - 45 . r)Lololt. II, z. u) 6 en. XXXVII. x conf. keiLnßelig.
6eo XXXVII iz. r) Xlrrtb. XV, 24. 3) IlUm XU, 8- 9 -
k)N°i>r. XIII, 20. k) Lonf. Lpk« 5 .V, 14. i) 6rn. i>) 6en. XXXVII» 2Z. lelüttk. XXVI, 15. c) 6--n. XXXIX.
XXXII, 24. 1^) X1,lk8. XXVI, z6. leqg. ^l,rc.XlV,
zr. Uuc.XXIl, Z9. I) 6-Iar.HI, 14. VI, 16. m) Lpties."liro, ») v. lo/.cnmvL i-änoivs r.c. x. Il6.
ci) dlsrcd.IV, r. leq^. c) 6 e,i.xu. f) K 4 arck XXVII, 48 .44 . >l 3 rc. XV, 27.28 l-uc. XXIII, zz. ler;«;. ß) Leu. XU!lr) Ibeä, eeik. 4 Z. i) kkliipp. N, A- lo» k) 6 en. Xl.II, 7,8
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