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Unpartheyische Kirchen-Historie Alten und Neuen Testaments ... / [Johann Georg Heinsius]
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k. ?erio< 1 . II. Op. Vom GotteS-Dlenste.

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um damit anzuzeigen, daß GOtt im folgenden die-sen Tag habe geheiligt wissen wollen, x)

z. Moseö habe dieses geschrieben, da der Sabbathschon eingesetzt gewesen , und weil solcher ein Ge.dcnck-Tag der Schöpffung und der Ruhe GOctesvon seinen Wercken semr sollen, so habe er dessenauch sogleich nach dereDchöpffung gedacht.

4. GOtt Habe den siebenden Tag nach der Schöpffunggeseegnet und ihn geheiliget, weil er eine Figur desgrossen Sabbaths und der herrliche« Ruhe der Kinder GOttes seyn sollen,

4. Wenn der Sabbath noch vor dem Falle des Mcn-'sehen eingesetzet worden , so hätt« ihn der Menschauch im Stande der Unschuld beobachten müssen,welches aber nach der Meynung derjenigen, so denOrt 6cn.Il. bestreiken, sbüirö und abgeschmackt ist ;indem ein solcher Gottes - Dienst , der .an Zeitund Ort gebunden ist, nur vor die Menschen nachdem Falle gehöret, und der Stand der Unschuld nichtvollkommen gnug gewesen wäre, wenn der Menschnicht zu aller Zeit, und an allen Orten GOtt Hättedienen können; übcrdiß die Ruhe des Leibes imStande der Unschuld nicht vsnnöthcn gewesen-re, weil ihm keine Schwachheit und Müdigkeitwürde angehangen haben- a)t. Wäre der Sabbath sofort nach der Schöpffungeingesetzet worden, so mästen alle Menschen darzuals durch ein Moral-oder Sitten-Gesetz verbun-den seyn, auch würde den Christen solchergestaltnicht frey gestanden haben, den Tag zu verändern.Da aber solches geschehen, wird dadurch an dieHand gegeben, daß es kein Sitten-Gesetz sey, undalso auch nicht sofort nach der Schöpffung einge-führet worden. >1)

Die Beweiß-Gründe dererjenigen, so vor die Ein-setzung des Sabbaths an angezogenem Orte streiten, sindfolgende:

i. Das Wort heiligen heisset nach der HebräischenSprache so viel als absondern. Hat alfi) GOtt derHErr dcn siebenden Tag von andern zu seinem Dien-ste ausgesondert, und zwar solches vor die Men-schen und nicht vor sich- Denn GOtt bedarff kei-ner iAbsonderung der Tage; weit er in der Ewigkeitwohnet, die Zeit aber ist vor die Menschen, c) In>dem auch GOtt den siebenden Tag seegnete, so seeg>nete er ihn weder sich, noch. dem Tage, simdernjdem Menschen zu gurr, 6) daß er »emlich demsel-ben bey der gebührcuden Heiligung dieses Tages mit

seiner sonderbaren Gnaden-Gegenwart entgegenge-hen wolle. c>

2. Wenn Moses die Kinder Israel nach ihrem Aus-gange aus Egypken zur Beobachtung des Sabbathsermähnet, so xedet er davon, als von einer schonbekannten Sache; s- wie denn kein Zwckfcl, daßdie Patriarchen diesen Tag zum Gcdächtnüß derSchöpffung, darzu er eingesetzet war, g) zum Lo-be und Dienste -es HErrn ihres GOttes wrrdeirgefcyret haben.

z. Die Apostel haben in dem Neuen Testamente denSabbath nicht aufgehoben, sondern nur, aus christ-licher Freyheit vom Gesetze MosiS,aus einen an-dern Tag verleget, und damit bezeuget, daß esmit der Einsetzung des Sabbaths bald nach derSchöpffung feine Richtigkeit Habe, und GOtt alsowolle den siebenden Tag gcfeyert wissen, ob es gleichnicht eben nöthig, daß der Jüdische Sabbath blei-ben müsse; inmaffen ein iedwedcr Tag der Sabbathseyn k«m, wenn mau ihn nur allemahl als den sie-benden darzu erwählet Denn vo« einem gewissen,festen Tage hat GOtt im Anfang kckn Geboth ge-geben , und es ist also als was Ceremonialisch^s beydem Sabbath der Juden anzusehen, baß sie ebenden siebenden Tag nach ihrem Auögange aus Egy-pten, nemlich den Sonnabend, sichren musten. i)Wenn nun diese genügsame Behauptung der Ein-setzung des Sabbaths zum Grunde stehet, so ist leichtzu erachten, daß die Menschen im Stande der Un-schuld, ohngeachtet stc ihrem GOtt und Schöpffcr alle-zeit sich selbst und ihr gantzcs Vermögen in wahrerDanckbarkeit aufgcopffert, dennoch vornehmlich, nachdem Exempel und der Einsetzung GOttes, sich dessiebenden Tages zum besondern Ruhe-und Heili-gungö-Tage bedienet, oder doch bedienet haben wür-den , wenn sie länger, als man insgemein davor hält,in ihrem ersten Stande geblieben wären.

Dieses war auch so gar nichts ungereimtes, daß eSvielmehr nach dem Willen GOttes also seyn solte.Der Mensch, der doch in der Zeit lebete, solte sich die-se gewisse Zeit des siebenden Tages darzu nhmcn,daßer von andern seinen Geschäfften, ob sie ihn gl ichnicht matt gemacht hätten, abließe, und einzig undallem des göttlichen Dienstes abwartete- k)

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Was ist von der Zeit des GOttes Dienstesnach dem Falle zu bemercken?

ist kein Zweifels daß Adam und s ine Nachfol-

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ger auch nach dem Falle den von GOtt cingestztenSabbath beobachtet haben. Denn obgleich keine aus-drückliche Nachricht davon zu finden, so zeiget sichdoch auch keine Ursach, warum es nicht Hätte gesche-hen sollen, und GOtt war ja nicht schuldig, uns eine_ H 2 _ einmahl

c) StOI-kkOv in tcnolL treiiüc« 6ih>. I, F. i i.

k) L»o6. XV!» 2Z. z) Lxo6.XX,z. 1i)XV«V8H-k1V8 term. 6e remp. Oonf. ^ugv.i^cvnselüo 6e pok.iUte eoi-lcopor. i) Vi6. b. UVVVLVS wc. rik. k) Oank. ÜVINK-K.V8 in Oommenr» »«l Oea.il.