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Kirchen - Historie Altes Testamentes
einmahl deutlich gnug offenbarere Sache zum offternzu wiederholen. Zum wenigsten sind die von Noahmehrmahl in acht genommene sieben Tage I) cinftar-ckeS Zeugnüß, daß man gewohnt gewesen / die nächsteEintheilung der Zeit aus sieben Tagen, welche sichnatürlicher Weise theilen, zu machen. Daß man sichaber solcher siebentägigen Eintheilung, Lepumsnen,oder, wie wir es nennen,Wochen bedienet,kan keine ande-re wahrscheinlicheUrsache angegeben werden, als weil sieGOkc selbst durch die sechs Tage derSchöpffung,undden Sabbath oder Feyer-Tag eingeführet. Da nunder Gebrauch der 8ei'nm»nen geblieben, so wird einjeder gar leicht schließen, daß die Patriarchen auch dieFeyerung des Sabbaths behalten. ' .
Es wird auch niemand, als etwa ein Eigensinniger,leugnen, daß die Gewohnheit-bey den Heyden, densiebenden Tag zu beobachten, aus diesem Grunde her-zuleiten; ja, sie pflegten auch so gar den siebenden Tagvor heilig UI halten, m- Und also ist klar genug hier-aus, daß die Patriarchen vor und nach der Sünd-Fluth, und also vorMose, den Sabbath allerdingsmüssen in acht genommen haben.
V.
Was hat man von dem Orte des Gottes-Dienstes zu bcmerckcn?
Man betrachtet hier wiederum absonderlich
1. Den Met des Gottes-Dienstes vor dem Lalle.
2. Den Ort des Gorres-Dienstes nach dem Lalle.
Vl.
Was ist von dem Orte des Gottes-Dien-stes vor dem Falle zu bemercken?
Das gantze Paradicß, in welchem der erste Menschwohnere, war sein Tempel, darinnen er GOtt diene-re. Von der 8iruAncm desselben ist schon oben in demLeben Adams kürtzliche Anzeige geschehen. Indessen,da die Mitten des Gartens, allwo der Zhauin desLebens und der Baum der Erkännmuß Euresund Böses gestanden, vor allen and rnPlätzen dessel-ben nach Anleitung der Schrissk berühmt worden, soist unser Scel. Vater rvr»xxv5 auf die gar nichtungereimte, sondern vielmehr wahrscheinliche, obschonnicht gantz gewisse Gedancken, gerathen, daß, wenndie Menschen im Stande der Unschuld geblieben wä-ren, die feyertägliche Versammlung Adams und sei-ner Nachkommen bey diesen Bäumen würde geschehenseyn. n) Gewiß ist es, daß dieser Ort durch die be-sondern Baum ihnen zu einer besondern Besuchung .von GOtt gleichsam angewiesen worden, o^)
VII.
Was ist von dem Orte des Gottes-Dienstesnach dem Falle zu bemercken?
Man findet nichts von einem bestimmeten Orte,sou-dern wie im Neuen Testamente, davon die Zeit derPatriarchen vielfältig ein Vorbild giebet, allenthal-ben GOtt dein HErrn gedieuet werden kan, also ge-schahe es auch in der Kirche dieses ?crioäi überall beyden Altären, die sie zum Opsscrn erbaueten. Dochmercket man an, daß die Opffer, so man dem wahr-hafftigen GOtt gebracht, entweder in dem Lande, wel-ches nachgehends Judäa genennet worden, oder in denangräntzenden und nicht gar weit entfernetcn Länderngeschehen, p-
Denn man erweiset, daß Adam aus dem Paradie-se westwärts in das Land, davon er genommen wor-den , getrieben sey, welches nach ewiger MeynungSyrien der Gegend Damascon, oder gar Judäa ge-wesen. Hier habe er nun nebst seinen Nachkommenvon Sech gewöhnet und geopffert, da hingegen Tarnmir seiner Familie jenseit Eden gegen den Morgen ver-wiesen worden.
Jngleichen ist einigen wahrscheinlich , daß jTtoahnicht eben auf dem Gcbürge Ararat, wo seine Archestehen blieben, so fort geopffert Habe, sondern viel-mehr in der Gegend, da seine Vorfahren gewöhnetund geopffert, dahin er nach der Sünd-Fluth mitseiner Familie gezogen. Von Abraham findet mannicht, daß er geopffert, bis er inö Land Canaan ge-kommen; da denn gemeiniglich diejenigen Oerter, wosich GOtt sonderlich gcoffenbaret, dazu erwählet wor-den , u. s. w. q)
Einige wollen auch schon in diesen Zeiten Tempelfinden , r) und meynen, LTloah habe schon derglei-chen aufgebauet. Die Muhammedaner reden voneinem Tempel Abrahams, r) Andere melden, dieEgypter hätten dem Joseph nach seinem Tode gewohn-ter Massen Tempel aufgebauet, u) Nun ist zwar dieglaublichste Nachricht, daß die Egypter die ersten Tem-pel aufgerichtet, x) daß sie aber in diesen Zeiten derPatriarchen bereits Tempel gehabt hätten, kan beydem Stillschweigen der H. Schrifft, welche uns dieälteste Nachricht giebet, nicht behauptet werden-vm.
Wie wurde der Gottes-Dienst verrichtet?
Man siehet besonders
1. Auf den Gorres-Dienst vor dem Latte.
2. Auf den Gottes - Dienst nach dem Lalle.
IX. Wie
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