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I. ?erio6. II. Oap. Bom Gottes-Diensie.
von den Patriarchen, als ordentlichen Priestern, fleis-sig seyn verwahret und unterhalten worden; wie dennwahrscheinlich, daß das Feuer, welches Abraham mitsteh auf den Berg Morija genommen, dergleichen Feuergewesen: denn sonst hätte er nicht nöthig gehabt, das-selbe bey sich zu führen, sondern es durch gewöhnlichenFeuer-Zeug, dergleichen damahlen bekannt genug ge-wesen , erst auf dem Berge, nach gebauetcm Altareund darauf gelegtem Holtzc, erwecken können.
Diejenigen, so das Recht zu opffern hatten, warendie Erstgebohrnen , wovon im folgenden Capitelmehr zu eröffnen. Andere Ceremonien bey den Opf-fern kan man zwar aus dem, was folgender Zeit ver-»rdnet worden, muthmassen, aber nicht gewiß erweisen.
XIII.
Was ist bey der Beschneidung zu mercken ?
Von dem Ursprünge der Beschneidung ist obenim Leben Abrahams Erwähnung geschehen. Manmercket hier, daß sie allein an den Mannes-Personen,so wohl einheimische» als fremden, verrichtet worden.-)
XV.
Was hat man von den Gelübden zu mercken?
^Daß jolche im Gebrauche gewesen, giebt das Ge-lübde Jacobs, besten oben in seinem Leben Meldunggeschehen, an die Hand. Es kan selbiges so viel an-weisen, daß solche Gelübde nichts anders, als eineVerbindung gegen GOtt gewesen, daßman wegen em-pfangener Wohlthaten seine Danckbarkeit auch äusser-lich auf eine besondere Weise bezeugen wolle.
Die Wohlthaten GOttes an Jacob waren, daß erihn nicht nur des Seegens Abrahams theiihafftig wer-den lassen, o) sondern ihm auch im Traume solchenbestätiget, und versprochen, daß er mit ihm seyn, undihn behüten wolle, wo er hinzöge, und wolle ihn wie-der herbringen in diß Land, rc. Die äußerliche Bezeu-gung der Danckbarkeit Jacobs bestand darinnen, daßer den Stein, den er aufgerichtet hatte, zu einemGottes-Hause werden lasten wolle. Nicht, daß ereinen Tempel aufbauen, sondern einen Altar lindGottes - Dienst daselbst aufrichten wolle, wie auch
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Die Weibes-Personen Hatten sich indessen doch, wiejuachgehends geschehen. f>) Nebst dem versprach Ja-jcne, des Gnadeu-Bundes zu getrösten, ohngeachtet!cob den Zehenden von allem, das er Hakte.
sie des äußerlichen Siegels desselben an ihrem Fleischenicht theilhafftig wurden.
Diejenigen, so die Beschneidung damahls verrichte-ten, waren die Hanß - Värer, bey welchen auch an-fänglich das Priesterthum stunde. Also beschnittAbraham sich selbst, und alles, was Mannes-Nah-men war in feinem Hause, es mochte daheim geboh-ren, oder von Fremden erkaufst seyn. K) Diese Wei-se ist im Folgenden geblieben, bis man angefangen ei-nes besonderen bin», raoei., oder Beschncidungs,Priesters, der in solchem Wercke erfahren war, sich zubedienen.
Daß Instrument dabey war ein sehr scharff geschlif-fcner Kiesel-Stein, dergleichen sich die Morgen-Län-der auch zum Aderlässen gebraucheten.
Sonst war der achte Tag nach der Gebührt einesKnäbleinö zu solcher Beschneidung bestimmet, ohneZweifel deswegen, damit das Kind den Schmertzendesto besser vertragen könte. Die Straffe wegen Unterlassung solches Werckeö war die Ausrottung ausZem Volcke. I) Wenn aber der Bund der Beschnci-dung ein ewiger Bund genennet wird , m) so ist sol-ches nur von einer gewissen Zeit, ncmlich der Zeit desAlten Testaments zu verstehen, n)
XIV.
Was sind vorübrigeCeremonien zu mercken?
Folgende,
1. Die Gelübde.
2. Die Zehenden.
3. Die Evd Schwüre.
^ Salbrrnn der Steine.
5- Das Handauflegen.
6- Das Maschen d Reinigen.
- L-n.X'/u. se^. Laut. NbIl)L66LXV in l-i». p-It. i. 227. k) XVII, 24. i ) <Zen.
X>' 7 l. iq. in vexsr. psz. HZ- M)6en
XVII, 1V,IZ> y ^ Vi^, ttLIVL6LLt>V8 N>c< cir. yztz. rzo.
Wenn nun das Gelübde Jacobs nach seinem eigent-lichen Verstände, und wie es nach dem Grund«Textegar wohl heißen kan, soll ausgesprochen und einiger-massen erläutert werden, so kan es also seyn. weilmir GGtr versprochen hak, und ick> auf solchestine Verheißung feftiglich traue und haue, daßer mir mir seyn wird, und mich behüten auf demWege, den ich reise, und Brodr zu essen geben/undAleider anzuziehen, und mich mitLriedenwie-der heim zu meinem Vater bringen, und also devHErr mein GDtt seyn wird, gleichwie er ncmlichder GOtt meiner Vätcr gewesen ist, q) so soll die-ser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einemMahl, ein Gottes,Haus, oder Grt des Gones-Dienstes, werden, und alles, was du mir gie-best, will ich den Zehenden geben, r)
Auf solche Weift fallen alle Schwierigkeiten weg/welche sonst entstehen, wenn man die Bedingung zwei-felhafftig setzet, da doch dem frommen Jacob Niemandzutrauen wird, daß er an den göttlichen Verheißun-gen solte gezweifelt Haben.
XVI.
Was hat man wegen der Zehenden zumercken?
Wenn dt< Zehenden zu erst aufgekommen, kan mannicht eigentlich versichern, daß sie aber in diesem ?e-rroclo üblich gewesen, geben die Exempel« Ungegrün-bete Gedancken verlange ich hier nicht anzuführen.
Das rste Exempel ist Abrahams, welcher demMelchiftdech den Zehenden von seiner Beute gege-bn, wie oben im Leben Abrahams bereits angezei-get
c>) 6 en XXVIN, z. 4 . p) XXXV 7 , q > Neri.
XXVI I,iz. l)0-n.XXVM,20. kqc,. Lvnf, IOE «L«k.LLIOLO6LXV8 in diNor. psrii-rcdsr ?->,!> < exssLU^r.
»2. b. LVDVLVL jj. L. V. I. x-ß. zo/, ky'
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