Kirchen-Historie' Altes Testamentes
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befehlen, daß sie des HErrn Wege halten undthun, was recht und gut ist. c) Wer will also zwei-feln , daß er sich wird Haben lasten angelegen seyn, sei-ne Kinder und Haus-Genossen auf eine catechetischeWeise in denenjenigen Dingen, so zur Gottes-Furchtund Seeligkcit gehören, zu unterrichten? Ein gleicherSchluß ist von allen frommen Patriarchen zu machen.
XI.
Was ist von dem Zustande der Gelehrsam-keit in diesen Zeiten zu mercken?
Daß der Mensch vor dem Falle mit aller Weißheit,so einem vollkommenen Menschen zugehörer, begäbetgewesen, ist oben bey dem Ebenbilde GOttes bereitserinnert worden. Wenn aber einige träumen, ä) daßseine Gelehrsamkeit und Wissenschafft nach dem Mo-dul des heutigen Schul-Witzes zu ermäßen, also,daßer nicht nur ein vortrefflicher Ikeolngus und plnloio-pku5, sondern auch ein Jurist, Xleäicus, Lb/micu;öec. in Summa, ein ?oizMi/kc>l- gewesen, so geben sienichts anders, als ihren albernen Begriff von derWeißheit zu erkennen, und sehen nicht, daß die Schul-Gclehrsamkeit heutiges Tages vielfältig vor Thorheitzu achten, dergleichen dem ersten Menschen im Stan-de der Vollkommenheit anzudichten, gewiß eine gros-se Ungerechtigkeit wäre.
Inzwischen ist ausgemacht, daß Adam seinen GOttund die Natur auf eine vollständige und kräfftige Arterkannt, also, daß er durch die Betrachtung der Na-tur und GOttes ihm eifrigst anzuhangen getrieben undgezogen ward. Seine V^arur Eukännrnis beweis tnian sonderlich daher, daß er den Thieren die Nahmen,und zwar nach ihrer Art und innerlichen Beschaffen-heit, aus der äuscrlichen oder Zeichnung,
soll gegeben haben, welches doch andere widersprechen,Das ist auSg macht, daß er von den Crearuren, dar-über ihm di Herrschafft g-gcben worden, eine hin-längliche Erkanntnis müsse gehabt haben, t) Vonmehrern ist oben das Leben Adams nachzusehen.
Naeb dem Falle vor der Sünd-Flukh findet manweiter nichts gewiss S von den Studien der Patriar-chen aus der Linie Sechs von Adam, als daß sie sichauf die Theologische Erkännmis aeleget,und da-bey einesgottfteligcn Wandels beflissen Indessenist kein Zweifl, daß sie auch andere Wiffcnschaffttn,so bey dem menschlichen Leben m entbehrlich, als dieAstronomie, Chronologie, Rechen-Harnst unddergl ichen mögen erfunden, und, so gut st gekonnt,excouret haben; wie sie denn auch die Noth gelehret,auf die Kräffte und Würckungen d- r Natur Actziung,zu gebm, und daraus ihr-m Vortheil zu ziehen. ^
Sonderlich meldet Wosts, b - daß die Nackkommrn Cains untersetzt.dene Künste und Anstalten zur
c) Lcn.XV !I. IY. ä) .811-1/18.881V 8 KMCIILKV >nOeäip.' Hj-Xpris. o 1° 2. ?. I. c. 2. e) Viä. mcoöV8 kitl-l)LK> V8 KLNVNVMNNV5 in der Einleitung in die Mgo-
riä!-! Iicfer.nn«>in snkeäiluuisnsm 8.. t) t^ont. k,
kit V8 i-VvllitV8 ttät. eccl. V. 1°. l'srr 1. leLt. I.
L. 14 §r c?onf. I^coo. LLIIH^MVL 1. c.
L) Lea. IV, 20.
Bequemlichkeit des menschlichen Lebens, aufgebracht.Iadal ein Sohn Lamrchs , aus dem CainitischenGeschlechte, befand, daß es zu Ausbreitung der Oe-convmic und sonderlich der Vieh-Zucht nützlich wärein Gezelten zu wohnen, um solchergestalt der Weidebey damahls noch wenig bewohntem Erd-Bodem de-sto besser nachziehen zu können, i- Man siehet Hier-,aus zum wenigsten , daß man bedacht gewesen, dieHaushaltungs-Vortheile auszusuchen und zu be-obachten.
Einige halten den Iadal dieserwegen vor einenGroß-Barer der Hirten, da doch solche Ehre viel-mehr dem Abel gebühren solte, und meynen , daß erder Hirten-GOtt, oder, wie sie andere nennen, dieHirten-Göttin kxiws» welches aus entstandenseyn soll, bey den Heyden gewesen, welchem zu EhrendieHalilia gehalten worden, 5a man im freyen FeldeMilch und Honig opffcrte, und um ein gemachtesFeuer Herum tantzete, in dem V rtrauen, daß solcher-gestalt die Wölffe von den Schaaftn würden abge-halten werden. K)
Iudal, ein Bruder des besagten Iadals, ersannmusikalische Instrumenten, 1^) und legte also denGrund zu der Übereinstimmung der Thone. OhneZweifel Hat ihm die Wollust und Eitelkeit darzu Anlaßgegeben; wiewohl solche Erfindung nachgehends in ge-höriger Ordnung auch zum Lobe GOttes gebrauchetworden. Es ist einigen wahrscheinlich, daß er derHeyden Apollo gewesen , und also der Nahme Iu-bal durch einige Veränderungen und Verwechselungender Buchstaben in Apollo v rwandelt worden,
Thudaleain, gl-ichfalls ein Sohn Lamechs vons.iner andern Frau ZiUa, war ein sonderbarer Mei-ster im Ertz-und Eisen-Wcrck ; n) daher er der Hey-den wi^uvs gewesen seyn soll, wie auch aus derÜbereinstimmung des Nahmens und der heydnischenErzehlnngen nicht ohne Grund zu schließen c>) Esist glaublich, daß er nicht sowohl erfunden aus Eisenund Ertz allerley Werck-Zeug zu machen, gestalt dieNothwendigkeit solche ohne Zweifel eher machen ge-lehrck, sondern, daß er diese Kunst zu einer sonderba-ren Vollkommenheit und Nettiakeit gebracht, undsonderlich mit dem Schmeltzen der Metallen wrhl um-zugehen gewust, weswegen er vor den Groß-Vaterder Chymisten anzunehmen
Vor und nach der Sünd-Fluth Hat VToah nichtnur die Ibeologism Ibericsm und kel rslem nebst demI re narurae aus den bekannten, und bereits im I. Ca-pitel angeführten prseceplie bloscbläicis gelehret, son-dern man glaubet auch, daß er eine grosse Erkänntnis
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